Die Wissensdatenbank mit Begriffen rund um's Thema Kunststoff
In diesem kostenfreien Onlinenachschlagewerk finden Sie zahlreiche Begriffserklärungen zum Werkstoff Kunststoff. Diese sind gerade auch für Quereinsteiger eine kleine Starthilfe in die umfangreiche Welt der Kunststoffverarbeitung.
Monomere sind polymerchemisch alle chemischen Verbindungen, aus denen über eine Reaktion Polymere (wie Kunststoffe) gebildet werden können. Monomere können also zu Polymerketten verknüpft werden was über verschieden Polymerisationsverfahren (Polyaddition, Polykondensation oder Kettenpolymerisation) geschieht. Ein Monomer ist damit ein einzelnes reaktionsfähiges Molekül, welches sich mit anderen Monomeren zu Polymeren verbinden lässt.
Monomere sind extrem wichtig, weil sie die Eigenschaften des späteren Kunststoffs festlegen.
Sie bestimmen die späteren Materialeigenschaften der Kunststoffbauteile. Die chemische Struktur eines Monomers beeinflusst z. B. Festigkeit, Elastizität, Temperaturbeständigkeit, Transparenz oder die Chemikalienbeständigkeit der Kunststoffprodukte.
Hierbei gilt:
Durch Auswahl und Kombination von Monomeren kann man Thermoplaste (schmelzbar), Duroplaste (hart, nicht schmelzbar) oder Elastomere (gummiartig) erzeugen.
Copolymere ermöglichen maßgeschneiderte Werkstoffe. Man kann verschiedene Monomere kombinieren und erhält dadurch Copolymere. Daraus ergeben sich gezielte Kombinationen von Eigenschaften
(z. B. gleichzeitig schlagzäh und temperaturbeständig)
In Bereichen wie GFK (glasfaserverstärkte Kunststoffe) bilden Monomere die Basis der Harzsysteme. Epoxidharze entstehen aus reaktiven Monomeren. Deren Struktur bestimmt u. a. Aushärtung, Festigkeit oder Temperaturbeständigkeit.
Monomere bestimmen, ob ein Kunststoff später recycelbar ist oder biologisch abbaubar sein kann. Die Forschung konzentriert sich aktuell stark auf biobasierte Monomere.