Die Wissensdatenbank mit Begriffen rund um's Thema Kunststoff
In diesem kostenfreien Onlinenachschlagewerk finden Sie zahlreiche Begriffserklärungen zum Werkstoff Kunststoff. Diese sind gerade auch für Quereinsteiger eine kleine Starthilfe in die umfangreiche Welt der Kunststoffverarbeitung.
Die Topografie – auch Oberflächenbeschaffenheit genannt – beschreibt die geometrische Form, Welligkeit und Rauheit einer Oberfläche. In der Messtechnik kann über optische oder mechanische Verfahren die Oberflächenrauheit nach der DIN EN ISO 25178 oder DIN EN ISO 4287 bzw. DIN EN ISO 21920 ausgewertet werden. Methoden zur berührungslosen Charakterisierung der Oberflächentopografie sind beispielsweise Rasterkraftmikroskopie (AFM), Weißlichtinterferometrie (WLI), Fokusvariation oder konfokale Messsysteme. Im Tastschnittverfahren werden dagegen Linienprofile berührend durch eine Diamantspitze erfasst.
Die Topographie beeinflusst die Haftung und Benetzbarkeit. Je rauer die Oberfläche, desto besser ist die Haftung, je glatter desto geringer die Haftung. Welche Topographie vorteilhaft ist bestimmt die Anwendung. Rauhe Oberflächen haben eine bessere Haftung für Klebstoffe, Lacke oder Beschichtungen. Glatte Oberflächen können beispielsweise durch den Lotuseffekt Wasserabweisend werden.
Die Topographie einer Kunststoffoberfläche beeinflusst auch die Optik.
Hierzu zählt
Die Topographie einer Kunststoffoberfläche beeinflusst auch die Haptik. Also das Gefühl einer Kunststoffoberfläche. Hierzu zählen die Griffigkeit, Rauheit aber auch Effekte wie Rutschhemmung etc.
Die Topographie einer Kunststoffoberfläche beeinflusst Faktoren wie Abrieb und Kratzfestigkeit oder auch den Reibungskoeffizienten (Gleitfunktion) z. B. bei Zahnrädern.
Die Topographie einer Kunststoffoberfläche kann gezielt genutzt werden, um bestimmte Funktionen zu erreichen. Beispiele sind Entspiegelung oder auch eine antibakterielle Wirkung.