Zurück
Vorteile
Mitglieder
Förderer & Partner
Produkte
Verfahren
Produktzertifizierung
Überwachung
Schadensanalyse
Tagungen
Kurse
Abschlüsse & Meister
Online
Inhouse
Whitepaper
Material
Prozess
Messtechnik
Kreislaufwirtschaft
Digitalisierung
Kooperationsprojekte
Qualitätspolitik
Zertifizierungsablauf
Downloads
Kunststoff-Lexikon
Unsere Mission
Standorte
Karriere
Presse
Podcast
Nachhaltigkeit
Zurück
0-9
A
B
C
D
E
F
G
H
K
M
N
O
P
R
S
T
U
V
Forschung

Aushärtegrad applizierter Klebstoffe zerstörungsfrei im Prozess ermitteln

Zerstörungsfreie Methoden zur Prüfung von bereits applizierten Klebstoffen sind im industriellen Umfeld kaum etabliert, wurden aber in den letzten Jahren zunehmend erforscht. Dr. Giovanni Schober hat nun sein Promotionsverfahren an der TU Ilmenau zum Einsatz der luftgekoppelten Ultraschalltechnik bei der Aushärtung von Klebstoffen erfolgreich abgeschlossen.

20.06.2023
Klebverbindungen zerstörungsfrei prüfen

Applikation einer Dichtmasse in eine Fuge (links) und Ergebnis einer Aushärteüberwachung mittels Luftultraschall (rechts) (Bild: SKZ)

Dr. Giovanni Schober, Leiter des Bereichs "Qualität und Lebenszyklus" am SKZ, schließt Promotionsverfahren erfolgreich ab

Eine zerstörungsfreie Prüfung ermöglicht es, Klebstoff zu charakterisieren, selbst wenn er sich bereits zwischen zwei Substraten befindet und damit nicht mehr von außen zugänglich ist. Hier bietet insbesondere die sog. luftgekoppelte Ultraschalltechnik herausragende Vorteile. „Im Vergleich zur klassischen Ultraschalltechnik, die vom Arzt bekannt ist, kann mit derartigen Systemen die Aushärtung von Klebstoffen berührungslos und in Echtzeit erfasst werden. Auf diese Weise wird es ermöglicht, Personal- und Werkzeugkapazitäten abhängig von der realen Aushärtegeschwindigkeit und damit unabhängig von allgemein gehaltenen Herstellerangaben zu reduzieren. Das spart bares Geld“, erklärt Dr. Giovanni Schober, Leiter des Bereichs „Qualität und Lebenszyklus“ am Kunststoff-Zentrum SKZ, der sein Promotionsverfahren an der TU Ilmenau zu diesem Thema nun erfolgreich abgeschlossen hat.

Das neue Verfahren bietet einzigartige Möglichkeiten, Aggregatszustandsänderungen im Allgemeinen, d. h. unabhängig vom Materialsystem, ggf. vorhandenen Substraten und Umgebungsbedingungen in Echtzeit zu bestimmen. Die Anwendungsfelder reichen weit über die Aushärtung von Klebstoffen hinaus und finden sich etwa beim Aufschmelzen und Erstarren von Kunststoffen jeglicher Art, der Vernetzung von Lacken und sogar dem Ausbacken von Lebensmitteln wieder. Interessierten Unternehmen wird angeboten, die Eignung des neuen Verfahrens für ihren eigenen Anwendungsfall kostenneutral am SKZ erproben zu lassen.
Klebstoffe sind heutzutage ein zentraler Bestandteil in den verschiedensten Industriesegmenten und substituieren oder ergänzen konventionell angewandte Verbindungsverfahren, wie das Schweißen und Nieten. Gleichzeitig bestehen zahlreiche, genormte Prüfverfahren, um die Aushärtung von Klebstoffen zu charakterisieren. Diese beschränken sich aber auf die Untersuchung von Probenkleinstmengen im Labor auf Basis von z. B. rheologischen und kalorimetrischen Verfahren. Die dabei erzielten Ergebnisse können aufgrund ungleicher Rahmenbedingungen nicht direkt auf die Gegebenheiten in einem industriellen Produktionsumfeld übertragen werden.

Weiterführende Informationen zum Forschungsbereich Zerstörungsfreie Prüfung

 

Alle Nachrichten anzeigen

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. (FH) Giovanni Schober
Bereichsleiter | Qualität und Lebenszyklus
Würzburg
g.schober@skz.de

Ihr Browser ist veraltet

Für das beste Nutzererlebnis auf unserer Webseite empfehlen wir die Verwendung eines aktuellen Webbrowsers. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um alle Funktionen störungsfrei verwenden zu können.