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Bildung

Spritzguss made in Germany: Präzise. Effizient. Zukunftsfähig.

Steigende Energie- und Personalkosten, internationaler Wettbewerbsdruck sowie der anhaltende Fachkräftemangel stellen die deutsche Kunststoffindustrie vor große Herausforderungen. Dennoch ist die Zukunft der Spritzgussfertigung in Deutschland keineswegs entschieden. Ausschlaggebend wird sein, wie es Unternehmen gelingt, ihre Mitarbeitenden gezielt weiterzuentwickeln und vorhandenes Know-how systematisch auszubauen. Das Kunststoff-Zentrum SKZ setzt dabei auf praxisnahe Qualifizierungsprogramme, die Fachkräfte nicht nur für die Produktion, sondern auch für anspruchsvolle organisatorische und strategische Aufgaben befähigen.

14.10.2026
Eine Gruppe von Männern steht vor einer Spritzgießmaschine

Das SKZ bietet ein modular aufgebautes Qualifizierungssystem mit anerkannten Abschlüssen an. (Foto: René Bauer, SKZ)

Weiterbildung am SKZ als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung

Um Unternehmen auf diesem Weg zu unterstützen, bietet das SKZ ein modular aufgebautes Qualifizierungssystem mit anerkannten Abschlüssen an. Die Bildungswege reichen vom Einstieg in die Spritzgusstechnik über die Qualifizierung zur Fachkraft Spritzgussfertigung bis hin zu spezialisierten Abschlüssen wie dem Prozessoptimierer oder dem Werkzeugmanager. Ziel ist es, Fachkräfte gezielt auf weiterführende Aufgaben vorzubereiten und ihnen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen. 

Neuer Kurs „Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung beim Spritzgießen“
Besonders gefragt sind heute Mitarbeitende, die technische Zusammenhänge mit wirtschaftlichem Verständnis verbinden können. Aus diesem Grund hat das SKZ sein Bildungsangebot erweitert und den neuen Kurs „Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung beim Spritzgießen“ entwickelt. Die Weiterbildung behandelt die wesentlichen Kostentreiber entlang der Wertschöpfungskette, von Material- und Artikelkosten über Werkzeugkonzepte und Werkzeugkosten bis hin zur Werkzeugbeschaffung und Bemusterung. Der Kurs richtet sich sowohl an technische Fachkräfte als auch an Mitarbeitende aus Einkauf, Projektmanagement und Arbeitsvorbereitung. Die Kombination der Wissensbereiche soll technischen und kaufmännischen Mitarbeitern eine ganzheitliche Betrachtung ermöglichen.

Neu ist dabei die gezielte Verknüpfung wirtschaftlicher Inhalte mit bewährten Seminaren aus den Bereichen Bauteilkonstruktion und Werkzeugtechnologie. Durch die Kombination der Kurse erhalten Teilnehmende ein umfassendes Verständnis für technische und wirtschaftliche Zusammenhänge. Sie lernen nicht nur, wie Bauteile und Werkzeuge ausgelegt werden, sondern auch, welche Entscheidungen Einfluss auf Investitionskosten, Herstellkosten und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit eines Produkts haben. 

Für Unternehmen bedeutet dies einen konkreten Mehrwert: Mitarbeitende werden befähigt, Werkzeuge fundiert zu beschaffen, Angebote technisch und wirtschaftlich zu bewerten, Optimierungspotenziale zu erkennen und Produktionsprozesse nachhaltig weiterzuentwickeln. Damit entstehen Kompetenzen, die weit über die reine Maschinenbedienung hinausgehen und zunehmend für operative und strategische Führungsaufgaben benötigt werden. 

Qualifizierung für Quereinsteiger und Nachwuchskräfte
Gleichzeitig adressiert das SKZ den Fachkräftemangel mit neuen Qualifizierungswegen für Quereinsteiger und Nachwuchskräfte. Die Weiterbildung zur Fachkraft Spritzgussfertigung vermittelt praxisnah Kenntnisse in den Bereichen Rüsten, Einrichten, Prozessführung, Prozessoptimierung, Fehleranalyse und Bemusterung. Durch den hohen Praxisanteil an modernen Spritzgießanlagen werden die Teilnehmenden gezielt auf die realen Anforderungen der industriellen Fertigung vorbereitet. 

Fachkräfte machen den Unterschied
Die Botschaft des SKZ ist klar: Die Zukunft der Spritzgussfertigung in Deutschland wird nicht allein durch Maschinen, Automatisierung oder den Standort entschieden. Wettbewerbsfähigkeit entsteht vor allem durch qualifizierte Menschen, die technische, organisatorische und wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen und in erfolgreiche Produktionsprozesse umsetzen können. Weiterbildung wird damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für die gesamte Branche. 

„Die Frage ist nicht, ob Spritzguss in Deutschland wirtschaftlich möglich ist. Die entscheidende Frage lautet: Haben wir die richtigen Fachkräfte, um Prozesse effizient zu gestalten, Kosten zu beherrschen und technische Potenziale konsequent auszuschöpfen?“, erklärt Robert Held, Gruppenleiter Bildung Spritzgießen und Additive Fertigung am SKZ. Bereits kleine Verbesserungen in den Bereichen Prozessführung, Werkzeugtechnik oder Bauteilauslegung könnten erhebliche Auswirkungen auf Qualität, Zykluszeit und damit letztlich die Wirtschaftlichkeit haben, so Held.

Weitere Informationen zum Bildungsbereich Spritzgießen
 

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Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Robert Held
Gruppenleiter | Bildung Spritzgießen und Additive Fertigung
Würzburg
r.held@skz.de

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