Die Transformation hin zu einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Wirtschaft stellt insbesondere die Chemie- und Kunststoffindustrie vor große Herausforderungen. Steigende regulatorische Anforderungen, wachsender Wettbewerbsdruck und neue Marktanforderungen machen Kompetenzen im Bereich der Kreislaufwirtschaft zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor.
Um diesen Anforderungen erfolgreich begegnen zu können, benötigen Unternehmen gezielte Qualifizierungsangebote, die Mitarbeitende für die neuen Herausforderungen vorbereiten. Genau hier setzt Skills4Circle an: Das Projekt entwickelt und erprobt adaptive, praxisnahe Lernmodule, die Mitarbeitende gezielt für die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft qualifizieren. So unterstützt Skills4Circle Unternehmen dabei, die Transformation zu einer zirkulären Wirtschaftsweise erfolgreich zu gestalten und Kompetenzen für eine zukunftsfähige Wirtschaft zu stärken.
Im Projekt bündeln das Kunststoff-Zentrum SKZ (als Verbundkoordinator), Provadis und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ihre Expertise: Das SKZ bringt seine Expertise in Kunststofftechnologie und Kreislaufwirtschaft ein, Provadis steht für die praxisorientierte Umsetzung in der betrieblichen Weiterbildung und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ergänzt das Konsortium durch ihre wissenschaftliche Kompetenz in der Ingenieurpädagogik.
Laufzeit: 01/2026 bis 12/2028
Förderprogramm: Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden (NIB)
Förderung: BMBFSFJ & ESF Plus
Fokus: Chemie- und Kunststoffindustrie
Die Lernmodule werden mit einer adaptiven Lernsoftware umgesetzt. Diese passt die Lernpfade in Echtzeit an den individuellen Wissensstand, die vorhandenen Kompetenzen sowie den Lernfortschritt der Teilnehmenden an. Dadurch entstehen bedarfsgerechte und personalisierte Lernwege, die sich je nach Vorkenntnissen und Lernerfolg unterscheiden. So erhalten die Lernenden genau die Inhalte, die für ihren Kompetenzaufbau relevant sind, und das Lernen gestaltet sich zielgereicht und zeitoptimiert.
Die Entwicklung der Lernmodule erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen der Chemie- und Kunststoffindustrie. In der Bedarfsanalyse und den Erwartungsworkshops werden branchenspezifische Qualifizierungsbedarfe identifiziert, welche direkt in die Modulentwicklung einfließen. Zudem ermöglichen die Erprobung der Module in Pilotunternehmen, das kontinuierliche Feedback der Teilnehmenden sowie deren iterative Weiterentwicklung die Gestaltung praxisnaher Lernangebote, die reale betriebliche Herausforderungen aufgreifen und einen direkten Transfer in den Arbeitsalltag fördern.
Im Rahmen des Projektes entstehen Awareness- und Deep-Dive-Trainings.
Die Awareness-Trainings vermitteln ein grundlegendes Verständnis der Kreislaufwirtschaft, wohingegen die Deep-Dive-Module zentrale Kompetenzbedarfe der Kreislaufwirtschaft vertiefen. Diese werden zuvor gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen identifiziert. So werden Beschäftigte gezielt dabei unterstützt, zirkuläre Ansätze in ihrem Arbeitsalltag zu integrieren.
von links: Malena Müller (SKZ), Stefan Brämer (OVGU), Rebecca Deutschländer (Provadis), Marny Schröder (Provadis), Markus Hofmann (SKZ), Tamara Hennige (OVGU), Foto: OVGU
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