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Forschung

SKZ zeigt Kunststoffinnovationen auf dem Innovationstag Mittelstand 2026 in Berlin

Auf Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat sich das Kunststoff-Zentrum SKZ am 11. Juni 2026 beim Innovationstag Mittelstand des BMWE in Berlin präsentiert. Unter dem Leitgedanken „Innovativ. Stark. Mittelstand.“ zeigte das SKZ anhand von drei Forschungsprojekten, wie Kunststoffforschung industrielle Herausforderungen praxisnah lösen kann.

24.06.2026
Forschung Kunsttstoffbranche Innovation

Das Team des SKZ vor Ort auf dem Innovationstag Mittelstand 2026 des BMWE in Berlin am 11. Juni 2026: Halimatu Sadiya Bruce, David Herbig und Eugen Schleiger (von links). (Foto: SKZ)

Praxisnahe Lösungen für Kreislaufwirtschaft, Verarbeitungstechnik und Medizintechnik

Die Veranstaltung brachte rund 300 Aussteller aus unterschiedlichen Branchen zusammen und machte sichtbar, wie geförderte Forschung konkrete Lösungen für die Praxis hervorbringt. Die SKZ-Mitarbeitenden David Herbig, Halimatu Sadiya Bruce und Eugen Schleiger deckten dabei ein breites Spektrum aktueller Fragestellungen in der Kunststofftechnik ab, von der besseren Nutzung von Rezyklaten über neue Verarbeitungsverfahren bis hin zu individualisierten medizinischen Schutzlösungen:

Rezyklate zuverlässig kleben und lackieren (IGF 22619 N)
Gemeinsam mit dem Fraunhofer IFAM untersuchte das SKZ, wie Kunststoffrezyklate für anschließende Kleb- und Lackierprozesse gezielt vorbehandelt werden können. Die Ergebnisse zeigten, dass angepasste Atmosphärendruck-Plasmaprozesse dazu beitragen können, schwankende Materialqualitäten und variierende Oberflächenzustände auszugleichen und Rezyklate prozesssicherer in bestehenden Anwendungen nutzbar zu machen.

Kontinuierlicher Compoundierprozess für Festsilikon (IGF 23175 N)
Ein weiteres Projekt widmete sich der Entwicklung kontinuierlicher Compoundierverfahren für Festsilikonkautschuke. Ziel war es, Festsilikon effizienter, reproduzierbarer und prozesssicherer aufzubereiten. Dabei wurden neue Ansätze entwickelt, um Materialeigenschaften gezielter einzustellen und leistungsfähige Elastomerwerkstoffe industriell besser und wirtschaftlicher verarbeiten zu können.

Individualisierter medizinischer Kopfschutz aus dem 3D-Druck (ZIM KK5068031)
Als drittes Vorhaben präsentierte das SKZ ein ZIM-Kooperationsprojekt zur additiven Fertigung eines individuellen medizinischen Kopfschutzes. Gemeinsam mit der ATO FORM GmbH wurden Schutzlösungen entwickelt, die auf Basis von Kopfscans individuell angepasst und mittels 3D-Druck hergestellt werden können. Der Ansatz verbindet additive Fertigung, digitale Erfassung und medizintechnische Anwendung. Dadurch lassen sich Schutzprodukte entwickeln, die besser auf die individuellen Anforderungen der Nutzerinnen und Nutzer abgestimmt sind. 

Austausch mit Mittelstand, Forschung und Politik
Der Innovationstag Mittelstand bot dem SKZ erneut die Möglichkeit, Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ins Gespräch zu kommen. Besonders wertvoll war dabei der direkte Austausch mit Unternehmen, die vor ähnlichen technologischen Herausforderungen stehen und nach praxistauglichen Lösungen für ihre Produktion, ihre Materialien oder neue Anwendungen suchen.

„Der Innovationstag zeigt sehr anschaulich, was angewandte Forschung leisten kann, wenn sie nah an den Bedürfnissen des Mittelstands entwickelt wird. Unsere Projekte machen deutlich, dass Kunststofftechnik ein wichtiger Hebel für Kreislaufwirtschaft, industrielle Prozessinnovation und neue Anwendungen ist“, sagt Dr. Frédéric Achereiner, Projektmanager Forschung und Innovation am SKZ. „Für uns ist der direkte Austausch vor Ort besonders wertvoll, weil hier aus Forschungsergebnissen konkrete Gespräche, neue Kontakte und oft auch neue Ideen entstehen.“

Innovation zum Anfassen
Die SKZ-Projekte zeigten eindrucksvoll, wie aus geförderter Forschung marktfähige Lösungen und konkrete Mehrwerte für Industrie und Gesellschaft entstehen. Damit unterstreicht das SKZ seine Rolle als praxisnaher Forschungspartner für den Mittelstand und als Brücke zwischen wissenschaftlicher Entwicklung und industrieller Anwendung. Als Institut der Zuse-Gemeinschaft sowie als eines der führenden Kunststoff-Forschungsinstitute Europas gestaltet es diese Innovation mit.

Zu den Projekten
Die vorgestellten Projekte wurden im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

BMWE
 

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Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Frederic Achereiner
Projektmanager Forschung & Innovation
Würzburg
f.achereiner@skz.de

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