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Bildung

Mit dem Industrietechniker Additive Fertigung dem Fachkräftemangel begegnen

Der geprüfte Industrietechniker Fachrichtung Additive Fertigung (IHK) vermittelt umfassendes und praxisnahes Know-how entlang der gesamten Prozesskette – von Werkstoffen und Konstruktion bis zu Arbeitssicherheit und Produktionsmanagement. Das Kunststoff Zentrum SKZ gibt bekannt, dass der nächste Praxisstudiengang bereits für 2027 buchbar ist.

22.05.2026
Weiterbildung Fachkräfte additive Fertigung

Der nächste Praxisstudiengang zum geprüften Industrietechniker Fachrichtung Additive Fertigung (IHK) startet im Juni 2026 mit voller Teilnehmerzahl. (Foto: SKZ)

Gemeinsame Weiterbildung des Kunststoff-Zentrum SKZ und der IHK Würzburg-Schweinfurt

Der Aufgabenbereich des Industrietechnikers umfasst die eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Optimierung technischer Prozesse, darunter Konstruktion, Fertigung, Inbetriebnahme und Service. Dabei werden wirtschaftliche, rechtliche, energetische, umweltbezogene sowie sicherheitsrelevante Aspekte berücksichtigt.

Der Abschluss ist als hochqualifiziertes Bindeglied zwischen operativer Facharbeitsebene und akademischer Ingenieursebene konzipiert. Während Industriemeister ihren Schwerpunkt primär auf Führung, Koordination und Ausbildung von Mitarbeitenden legen, liegt die Stärke des Industrietechnikers in der tiefgehenden technischen Umsetzung, der systemischen Durchdringung komplexer Zusammenhänge sowie der gezielten Optimierung industrieller Produktionsprozesse.

Diesjähriger Kurs mit Teilnehmerrekord
„Wir freuen uns, dass wir die Weiterbildung zum Industrietechniker Additive Fertigung in diesem Jahr erstmals mit voller Teilnehmerzahl durchführen können und der Praxisstudiengang zunehmend an Attraktivität gewinnt“, sagt Irena Heuzeroth, Senior Trainerin Bildung Spritzgießen und Additive Fertigung am SKZ. „Dies zeigt, dass es uns gemeinsam mit der IHK gelungen ist, ein anerkanntes Weiterbildungsformat zu etablieren, das eine bestehende Qualifizierungslücke auf der mittleren Bildungsebene zwischen abgeschlossener Berufsausbildung und akademischem Abschluss schließt.“

Hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften
Um die Transformation zur industriellen High-Performance erfolgreich zu gestalten, benötigen Unternehmen Fachkräfte, die fundiertes technisches Verständnis mit prozessualem und strategischem Weitblick verbinden. Der Industrietechniker Additive Fertigung stellt dabei eine strategische Antwort zur nachhaltigen Schließung des Qualifikationsgefälles auf der mittleren Bildungsebene dar.

Die additive Fertigung hat den Wandel von der einst als Bastler Technologie wahrgenommenen Methode des Rapid Prototyping zu einem hochprofessionellen industriellen Fertigungsverfahren vollzogen. Mit diesem Entwicklungsschub gehen jedoch neue Herausforderungen für das strategische Personalmanagement einher. Während sich die Hardware rasant weiterentwickelt, wächst der Engpass an qualifiziertem Fachpersonal.

„Ein interdisziplinäres Expertenteam aus Unternehmen der additiven Fertigung garantiert inhaltliche Aktualität und eine große Themenbandbreite“, erläutert Heuzeroth. „Während der zwei Praxiswochen erhalten die Teilnehmenden zahlreiche praxisnahe Formate, die eine enge Verzahnung von Theorie und industrieller Praxis sicherstellen.“

Auszeichnung für innovative Bildungsarbeit
Für die Konzeption und Umsetzung der Weiterbildung wurde Irena Heuzeroth im Jahr 2025 mit dem renommierten Formnext AMbassador Award ausgezeichnet. Der Preis würdigt innovative Bildungsansätze mit nachweisbarem Einfluss auf die industrielle Praxis und unterstreicht die Relevanz des Lehrgangs als zukunftsweisendes Qualifizierungsformat, das Wissenstransfer, Praxisnähe und industrielle Anforderungen wirkungsvoll verbindet.

Über den geprüften Industrietechniker Fachrichtung Additive Fertigung
Die Aufstiegsfortbildung richtet sich an Fachkräfte, die ihre Kompetenzen in der additiven Fertigung gezielt vertiefen und erweitern möchten. Die berufsbegleitende Teilzeit Weiterbildung findet im Onlineformat statt und erstreckt sich über einen Zeitraum von rund zwei Jahren.

Der Lehrgang ist förderfähig nach dem Aufstiegs BAföG und der DQR Stufe 6 zugeordnet. Die Praxiswochen finden am SKZ in Würzburg mit dem Schwerpunkt Additive Fertigung mit Kunststoffen sowie bei AMbitious in Georgensgmünd mit Fokus auf Metall 3D Druck statt. Neben Inhalten zu Betriebsorganisation und Produktionsmanagement liegt der Fokus insbesondere auf prozessorientierter Anwendung, fundiertem Materialverständnis und der industriellen Umsetzung additiver Technologien.

Der nächste buchbare Praxisstudiengang findet vom 5. Juni 2027 bis 26. Mai 2029 statt.

Weiterführende Informationen zum Geprüften Industrietechniker Fachrichtung Additive Fertigung
 

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Ansprechpartner:

Irena Heuzeroth
Additive Fertigung | Forschung und Bildung
Würzburg
i.heuzeroth@skz.de

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