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Freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht als Bürokratie-Schutzschild

Auch ohne gesetzliche Pflicht kann ein Nachhaltigkeitsbericht für KMU zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Der freiwillige VSME-Standard hilft, Anfragen großer Geschäftspartner effizient zu beantworten und Transparenz in der Lieferkette zu schaffen. Das Kunststoff-Zentrum SKZ unterstützt Unternehmen dabei umfassend – von der Analyse relevanter Kennzahlen bis zur fertigen Dokumentation.

13.04.2026
Nachhaltigkeitsbericht VSME Standard

Das Kunststoff-Zentrum SKZ unterstützt Unternehmen bei der Erstellung strukturierter Nachhaltigkeitsberichte nach VSME-Standard. (Foto: KI-generiert)

Auch für kleine Unternehmen sinnvoll – SKZ unterstützt vollumfänglich

Am 24. Februar 26 hat der EU-Rat das Omnibus I-Paket final verabschiedet und damit die Unsicherheit in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichtpflicht beendet. Ab einer Unternehmensgröße von 1000 Mitarbeitenden bzw. ab einem Nettoumsatzerlös von 450 Mio. Euro ist ein Nachhaltigkeitsbericht für Unternehmen verpflichtend. Diese Unternehmen benötigen nun Nachhaltigkeitsinformationen über ihre eigenen Aktivitäten aber auch über die ihrer Lieferkette. Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist mit dem freiwilligen Berichtsstandard VSME ein Schutzschild in die Hand gegeben worden, um mit den Nachfragen ihrer großen Geschäftspartner effizient umzugehen. 

Das Omnibus I-Paket verringert so den Kreis der betroffenen Unternehmen um ca. 90 %, misst aber gleichzeitig der freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung (Voluntary Sustainability Reporting Standard for non-listed SMEs (VSME)) einen höheren Stellenwert zu. Obwohl der Nachhaltigkeitsbericht freiwillig ist, wird er zu einem strategischen Vorteil, quasi einem „Schutzschild“, vor dem „Trickle-down-Effect“. Denn viele verpflichtete Unternehmen verlangen inzwischen Nachhaltigkeitsinformationen von ihren Zulieferern, um eigene Berichts- und Nachweispflichten erfüllen zu können. In der Praxis erfolgte dies meist mittels umfassender Umfragen, die an das Nachhaltigkeitsmanagement bzw. die Geschäftsführung gerichtet werden. Diese haben dann alle Hände voll zu tun, um die benötigen Daten intern zu sammeln und individuell zusammenzustellen.

Durch die Aktualisierung der regulatorischen Vorgaben im Rahmen der Omnibus-Verordnung dürfen größere Unternehmen künftig nur noch solche Nachhaltigkeitsinformationen von ihren Zulieferern anfragen, die auch im VSME-Nachhaltigkeitsbericht enthalten sind. Für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet das einen deutlichen Effizienzgewinn: Statt umfangreiche Einzelanfragen ihrer Kunden zu beantworten, können sie einfach auf ihren VSME-Bericht verweisen, in dem alle relevanten Informationen gebündelt vorliegen. KMU, die intern bereits entsprechende Strukturen zur Datenerhebung aufgebaut und ihre Kennzahlen systematisch im VSME-Format dokumentiert haben, sind damit bestens vorbereitet.

Der VSME-Standard gliedert sich in Module aus den Bereichen „Allgemeines“, „Umwelt“, „Soziales“ und „Unternehmensführung“. Neben elf Basis-Modulen stehen neun erweiternde Comprehensive Module zur Verfügung. Insgesamt umfasst der Standard rund 40 Datenpunkte in den Basis-Modulen sowie 33 in den Comprehensive Modulen. Im Gegensatz zur aufwendigen doppelten Wesentlichkeitsanalyse der CSRD-Berichterstattung gilt beim VSME ein deutlich einfacherer Ansatz: Für einzelne Indikatoren greift lediglich ein „if applicable“-Prinzip.

Das Regionale Kompetenzzentrum KARE erstellt VSME-Nachhaltigkeitsberichte für kunststoffverarbeitende und Recycling-Unternehmen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich die erforderlichen Daten für die rund 20 Module effizient erheben lassen – beispielsweise aus bereits bestehenden ISO-Zertifizierungen. Das SKZ unterstützt Unternehmen dabei umfassend: von der Analyse relevanter Kennzahlen über die Strukturierung der Inhalte bis hin zur fertigen Dokumentation gemäß VSME-Standard.

„Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen bietet ein eigener Nachhaltigkeitsbericht die Chance, sich sowohl organisatorisch als auch kommunikativ professionell aufzustellen, eigene Leistungen herauszuheben und gleichzeitig den Aufwand bei Kundenanfragen erheblich zu reduzieren“, erklärt Jonathan Lambers, Gruppenleiter Transformation der Kunststoffindustrie am SKZ.

Interessenten für ein Unterstützungsangebot werden gebeten, sich direkt an Jonathan Lambers zu wenden. 

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Ansprechpartner:

Jonathan Lambers
Gruppenleiter | Transformation der Kunststoffindustrie
j.lambers@skz.de

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