Die Wissensdatenbank mit Begriffen rund um's Thema Kunststoff
In diesem kostenfreien Onlinenachschlagewerk finden Sie zahlreiche Begriffserklärungen zum Werkstoff Kunststoff. Diese sind gerade auch für Quereinsteiger eine kleine Starthilfe in die umfangreiche Welt der Kunststoffverarbeitung.
Künstliche Intelligenz hält Einzug in den Produktionsalltag der Kunststoffverarbeitung. Mit dem ENGEL Virtual Assistant (EVA) präsentiert ENGEL auf der Fakuma 2026 eine richtungsweisende Zusammenarbeit, die wertvolles Branchenwissen rund um Spritzgießfehler erstmals direkt in einer KI-gestützten Assistenzlösung verfügbar macht. Der ENGEL Virtual Assistant (EVA) verbindet die Spritzguss- und KI-Kompetenz von ENGEL mit dem praxisnahen Fachwissen des Kunststoff-Zentrums SKZ und der Werkzeug- und Prozesskompetenz von Meusburger.
KI-Avatar von EVA (Quelle: Engel GmbH Österreich)
Im Mittelpunkt steht der ENGEL Virtual Assistant (EVA): Ein intelligenter Assistent für die Spritzgießproduktion, der Fragen in natürlicher Sprache versteht, den Maschinen- und Prozesskontext berücksichtigt und dem Bedienpersonal konkrete Handlungsempfehlungen gibt. EVA greift dabei auf maschinenspezifisches Wissen, Dokumentationen und hinterlegte Experteninformationen zurück. Neu ist die Fähigkeit, freigegebene Maßnahmen nach Bestätigung durch den Anwender kontrolliert an die Maschinensteuerung zu übergeben und damit nicht nur Antworten zu liefern, sondern aktiv bei der Problemlösung zu unterstützen.
Fachwissen aus der Branche für die Branche
Für die (Weiter-)Entwicklung von EVA haben das SKZ – Das Kunststoff-Zentrum und Meusburger ihr umfangreiches Fachwissen zu Spritzgießfehlern eingebracht. Grundlage dafür war der frei verfügbare Fehlerkatalog, der typische Fehlerbilder, deren Ursachen sowie mögliche Abstellmaßnahmen beschreibt.
Durch die Integration dieser Inhalte wird EVA um wertvolles Prozesswissen erweitert. Anwender können künftig nicht nur Fragen zu ihrer Maschine stellen, sondern erhalten auch fundierte Unterstützung bei der Analyse und Behebung von Spritzgießfehlern. So wird jahrzehntelang aufgebautes Expertenwissen digital verfügbar gemacht und jederzeit am Ort der Wertschöpfung nutzbar.
Das SKZ bringt dabei seine langjährige Expertise als führendes Kunststoffinstitut Europas in den Bereichen Forschung, Weiterbildung, Prüfung, Zertifizierung und Wissenstransfer ein. Seit 1961 unterstützt das Institut Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Kunststoffindustrie. Besonders das Know-how aus der SKZ-Weiterbildung „Spritzgießfehler – Ursachen und Fehlerbehebung“ findet in EVA einen zielgerichteten Einsatz.
Meusburger ergänzt das Projekt mit seiner umfassenden Kompetenz im Werkzeug-, Formen- und Maschinenbau. Als international führender Hersteller von Normalien und Anbieter innovativer Lösungen für den Formenbau verfügt das Unternehmen über tiefgehendes Know-how hinsichtlich Werkzeugauslegung, Prozessstabilität und Fehlervermeidung in der Spritzgießfertigung.
Von der Fehlerbeschreibung zur konkreten Handlung
Im Produktionsalltag fehlen häufig Zeit und verfügbare Experten, um Fehlerursachen schnell zu identifizieren. EVA schließt genau diese Lücke. Bediener können eine Prozessabweichung oder ein fehlerhaftes Bauteil einfach per Text- oder Spracheingabe beschreiben. Die KI analysiert die Anfrage im Kontext der laufenden Produktion, verknüpft Maschinen-, Prozess- und Expertenwissen und schlägt geeignete Lösungswege vor.
Durch die Einbindung des Fehlerwissens von SKZ und Meusburger wird EVA künftig beispielsweise dabei unterstützen, typische Fehlerbilder wie Einfallstellen, Bindenähte, Verzug, Gratbildung oder Lufteinschlüsse schneller zu erkennen und geeignete Maßnahmen abzuleiten. Dies reduziert den Suchaufwand, verkürzt Stillstandszeiten und unterstützt insbesondere weniger erfahrene Mitarbeitende bei komplexen Problemstellungen.
Premiere auf der Fakuma 2026
Die Lösung wird erstmals auf der Fakuma 2026 in Friedrichshafen vorgestellt. Besucher können EVA live erleben und sich davon überzeugen, wie künstliche Intelligenz und Expertenwissen zusammenwirken, um Produktionsprozesse effizienter und robuster zu gestalten.
Interessierte Fachbesucher finden die Projektpartner auf der Messe unter folgenden Standnummern:
Gemeinsam die Zukunft des Spritzgießens gestalten
Die Zusammenarbeit zwischen ENGEL, SKZ und Meusburger zeigt, wie sich Industrie-Know-how, Forschungs- und Bildungsexpertise und moderne KI-Technologien zu einem echten Mehrwert für die Kunststoffverarbeitung verbinden lassen. Das gemeinsame Ziel: Wissen schneller verfügbar machen, Produktionsprozesse stabilisieren und Unternehmen dabei unterstützen, den steigenden Anforderungen an Qualität, Effizienz und Fachkräftesicherung erfolgreich zu begegnen.
Mit EVA wird aus gesammeltem Expertenwissen ein digitaler Assistent, der Anwendern genau dann zur Seite steht, wenn sie Unterstützung benötigen – direkt an der Maschine, rund um die Uhr und im konkreten Produktionskontext.