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Schülerlabor am SKZ in Peine: Start der Nachwuchsinitiative wird auf Herbst verschoben

Schülerlabor SKZ Lab am SKZ Peine

Das „SKZ Lab“ soll für Schülerinnen und Schüler aus der Region SüdOst-Niedersachsen als Berufsorientierungshilfe speziell für MINT-Berufe dienen. Die ersten Durchgänge waren bereits für Ende Mai geplant – durch die aktuell erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung wird der Start des Projekts allerdings um etwa ein halbes Jahr verschoben.

Bereits am 28.02.2020 erhielt die Aus- und Weiterbildungsstätte des Kunststoff-Zentrums SKZ in Peine die offizielle Genehmigung für den Aufbau eines Schülerlabors in ihren Räumlichkeiten. Das „SKZ Lab“ soll für Schülerinnen und Schüler aus der Region als Berufsorientierungshilfe speziell für MINT-Berufe dienen. Die ersten Durchgänge waren bereits für Ende Mai geplant – durch die aktuell erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung wird der Start des Projekts allerdings um etwa ein halbes Jahr verschoben.

Mit Förderung zum Erfolg
Nach einem mehrstufigen Genehmigungsverfahren durch das Fachkräftebündnis SüdOstNiedersachsen hatte der SKZ-Standort Peine im Oktober des vergangenen Jahres eine positive Stellungnahme des Bündnisses erhalten. Somit war der Weg frei für einen offiziellen Förderantrag bei der N-Bank in Hannover. Das Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie „Unterstützung Regionaler Fachkräftebündnisse – Strukturmaßnahmen“ durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Eine enge Zusammenarbeit mit der Allianz für die Region und den regionalen Arbeitsagenturen im Rahmen von bereits existierenden Berufsorientierungsprogrammen während der gesamten Projektlaufzeit und darüber hinaus wird entscheidend mit zum Erfolg des Projektes beitragen.

„Wir freuen uns auf die Arbeit mit vielen jungen Menschen und sind zuversichtlich, dass das Projekt eine Strahlkraft über die Grenzen Peines und der Region hinaus haben wird“, sagt die Standortleiterin des SKZ in Peine, Annette von Hörsten. Dr. Thomas Hochrein, Geschäftsführer der SKZ-KFE gGmbH, ergänzt: „Das SKZ Lab gibt es in Würzburg bereits seit zehn Jahren. Von Politik und Wirtschaft wird es als Leuchtturmprojekt hervorgehoben und bietet eine hervorragende Möglichkeit dem Fachkräftemangel speziell in MINT-Berufen entgegenzuwirken. Wir sind stolz, dieses Erfolgsmodell jetzt auch in Niedersachsen anbieten zu können.“

„Leider müssen wir auf Grund der aktuellen Lage jedoch alle Investitionen zu diesem Projekt um mindestens ein halbes Jahr verschieben. Wir werden die Zeit nutzen, um mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vorbereitung des Schülerlabors voranzutreiben. Damit haben wir eine gute Grundlage, um nach der Krise wieder mit voller Kraft durchzustarten“, so Hochrein weiter. Das Niedersächsische Kultusministerium hat alle Schulen angewiesen, sämtliche außerschulischen Aktivitäten des laufenden Schuljahres abzusagen. Von dieser Maßnahme sind auch die Praxistage der Berufsorientierungsprogramme für die Region und somit auch die Lab-Tage am SKZ betroffen.

Einen Tag lang ein eigenes Unternehmen leiten
Das SKZ Lab simuliert einen Tag in einem Spritzgießbetrieb, wobei die Schulklasse ihr eigenes Unternehmen führt. Dazu teilen sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig in fünf Teams bzw. Abteilungen ein: Team Finanzen, Team Design, Team Forschung, Team Produktion, Team Kommunikation. Der Arbeitsauftrag lautet, in Zusammenarbeit eine Firma zu leiten sowieein Produkt herzustellen und dieses auch zu bewerben. Welches Produkt des täglichen Gebrauchs die Schülerinnen und Schüler an ihrem jeweiligen Lab-Tag produzieren und vermarkten, wird noch nicht verraten. Das Projekt soll Jugendlichen in der Berufsfindungsphase eine Orientierungshilfe, nicht nur in Bezug auf Berufe und Studiengänge in der Kunststoffbranche, geben, sondern auch den Alltag in typischen Büroberufen, wie beispielsweise Einkauf, Vertrieb, Werbung, Marketing und Design, erlebbar machen. Firmen aus der Region werden an einzelnen Lab-Tagen die Gelegenheit haben, ihr Unternehmen bzw. ihre Ausbildungsberufe vorzustellen, die Ostfalia-Hochschule Wolfsburg und die TU Clausthal werden relevante Studiengänge präsentieren.

Kunststoffe sind gerade jetzt lebensnotwendig
Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre. In dieser Zeit sind bis zu 60 Lab-Tage geplant. 60 Schulklassen aus der Region SüdOstNiedersachsen, rund 1.800 Schülerinnen und Schüler, werden die Gelegenheit haben, die Arbeitsabläufe in einem Unternehmen praktisch kennenzulernen. „Wir sehen das SKZ Lab als ideale Möglichkeit, jungen Menschen einen differenzierten Blick auf Kunststoffe zu ermöglichen. Kunststoffe sind nicht nur Verpackungsmüll, sondern gerade im Medizinbereich sinnvoll und unersetzlich. Gerade jetzt wird uns das bewusst: Sterile Spritzen, Kanülen, Testpipetten und Transfusionsbeutel aus Kunststoff, um einige Beispiele zu nennen, sind mehr denn je lebensnotwendig. Es gibt keinen alternativen Werkstoff mit den erforderlichen Eigenschaften“, so Annette von Hörsten weiter.

Der SKZ Standort in Peine wurde 1991 im Unternehmenspark Woltorfer Straße als Aus- und Weiterbildungszentrum in Norddeutschland gegründet.

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Ansprechpartner:

Annette von Hörsten
Standortleitung Peine
+49 5171 48935
a.hoersten@skz.de
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