Sie verarbeiten Duroplaste im Spritzguss? Dann wissen Sie: Die Qualität des Produkts hängt stark vom Materialverhalten ab – und das ist oft schwer vorhersehbar. Genau hier setzt unser Projekt an.
Entgegen den Thermoplasten, bei welchen Materialdatenbestimmung und Simulation mittlerweile Standard sind, ist dies bei Duroplasten noch häufig ein aufwändiger Spezialfall. Unser Ziel ist die Materialdatenbestimmung einfach und zugänglich zu machen, um mit möglichst wenig Messungen eine belastbare Materialkarte Ihres Materials zu erstellen. Dafür kombinieren wir vorhandene Datensätze mit spezifischen Messungen ihres Materials. Ziel des Projektes ist die Etablierung eines vereinheitlichten Prozesses, welcher kostengünstig und zuverlässig zu aussagekräftigen Simulationen ihres Produktes führt. Als erster Schritt wird ihr Material in allen relevanten Messpunkten charakterisiert und simuliert, um den Standard zu erhalten, gegen den verglichen wird. Anschließend werden spezifische Messungen gegen vorhandene Standarddatensätze ausgetauscht, um zu ermitteln welche Messungen nicht nötig sind und welche für den Erhalt einer belastbaren Simulation unabdingbar sind. Dies versetzt Sie in die Lage zukünftig mit geringerem Messaufwand ihre Produkte weiterzuentwickeln und ohne aufwändige Iterationen effizient vom Material zur Simulation zu kommen. Kernfrage ist: „Wie kommt man mit möglichst wenigen und günstigen Messungen zur einer robusten Simulation?“
Dieses Projekt soll speziell für KMUs zugeschnitten sein, welche keine eigene Entwicklungsabteilung für die aufwändige Analyse ihrer Materialien haben. Größere Unternehmen sind jedoch auch gerne willkommen.
Laufzeit: 24 Monate, geplanter Start Q3-4/2026
Materialkarten: Mindestes 2 pro Firma, mehr möglich.
Kosten: ca. 15.000€ / Jahr (für zwei Materialkarten, der Preis skaliert mit der Anzahl der zu erstellenden Materialkarten)
Was bieten wir?
Ihre Vorteile
Was wird gemessen?
Wir erfassen alle relevanten Kennwerte: Fließverhalten, Aushärtung, mechanische Eigenschaften – und übersetzen sie in einfach benutzbare Materialkarten für Ihr Simulationsprogramm (z. B. Moldex3D, SIGMASOFT Virtual Molding, IANUS Strömungsraum oder Autodesk Moldflow).
Was bekommen Sie?
Innerhalb dieses Programmes werden mindestens zwei Materialkarten für Ihre Produkte bestimmt. Dabei wird an einfachen Test-Geometrien die optimale Balance zwischen Messaufwand und Simulationsgenauigkeit evaluiert. Basierend darauf wird eine Handlungsempfehlung für die Materialdatenbestimmung und Simulation entsprechend Ihren individuellen Ressourcen für das Thema erarbeitet.
Für wen ist das interessant?
Für alle, die mit Duroplasten arbeiten – ob Werkzeugbau, Kunststoffverarbeitung oder Produktentwicklung. Besonders geeignet für Unternehmen, die effizienter produzieren und Fehler vermeiden wollen – egal ob Sie dafür schon Simulationen einsetzen oder dies erst zukünftig tun möchten.
Rahmenbedingungen
Bei einem SKZ-Wegbereiterprojekt handelt es sich um industriefinanzierte Auftragsforschung zu aktuellen und technologisch wertvollen Themen. Die teilnehmenden Industrieunternehmen teilen sich dabei die Kosten und profitieren gemeinsam von erarbeiteten praxisnahen Forschungsergebnissen. Da dabei keine öffentlichen Mittel akquiriert werden, werden die erworbenen Erkenntnisse nicht publik gemacht und bleiben ausschließlich den teilnehmenden Firmen vorbehalten. Am Projektende haben Sie die Wahl: Behalten Sie Ihre Ergebnisse exklusiv – oder entscheiden Sie sich für den Datenaustausch und profitieren Sie vom gebündelten Wissen aller Teilnehmer, die sich ebenfalls für diese Option entschieden haben. Geplant ist ein Projektstart im Q3-4 2026 mit einer Projektdauer von zwei Jahren mit einer Teilnahmegebühr von etwa 15.000 € pro Jahr (bei zwei Materialkarten).
Interesse geweckt?
Dann sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen, wie einfach und wirkungsvoll Materialdaten sein können. Ihre Anfrage ist unverbindlich. Gerne beraten wir Sie persönlich zum geplanten Ablauf und weiteren Details.
Wussten Sie schon?!
Forschungsleistungen können Sie steuerlich im Rahmen des Forschungszulagengesetzes geltend machen!
Auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums erfahren Sie, welche rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür gelten. Wir beraten Sie gerne über weitere Fördermöglichkeiten.
Projektrahmenparamter: Wegbereiterprojekt
Laufzeit: 24 Monate, geplanter Start Q3-4/2026
Materialkarten: Mindestes 2 pro Firma, mehr möglich.
Am Ende des Projektes kann jeder Teilnehmer sich entscheiden: Er behält die Materialkarten exklusiv für sich oder entscheidet sich für den Datenaustausch und erhält Zugriff auf alle Materialdaten der Teilnehmer, welche ebenfalls diese Option gewählt haben (Bei 8 Projektteilnehmern mit zwei Materialkarten, welche einen Datenaustausch anstreben entspricht dies 16 Materialkarten für diese Projektteilnehmer).
Kosten: ca. 15.000€ / Jahr (für zwei Materialkarten, der Preis skaliert mit der Anzahl der zu erstellenden Materialkarten)