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Antimikrobielle Ausstattung von Kunststoffen

Antimikrobiell ausgestattete polymere Werkstoffe kommen in vielen Bereichen zum Einsatz, wo eine möglichst keimfreie Oberfläche notwendig ist. Traditionell erfolgt die antibakterielle Ausstattung von Kunststoffen mit Biostabilisatoren und antimikrobiell wirksamen Additiven. Diese Wirkstoffe bzw. Additive töten Viren, Bakterien oder Pilze bzw. hemmen deren Wachstum, indem sie mehr oder weniger toxische Verbindungen freisetzen. Allerdings gibt es wesentliche Nachteile, wie die Ausbildung von Resistenzen, das schnelle Abklingen der Wirkung, eine Aufkonzentration von Schadstoffen und das allergene Potenzial, die einen Einsatz in der Lebensmittelindustrie oder der Medizintechnik beschränken bzw. unmöglich machen.

SKZ entwickelte zusammen mit der TU München einen antimikrobiell wirksamen Kunststoff auf Basis von Titandioxid. Die antimikrobielle Eigenschaft des entwickelten Materials basiert auf der photokatalytischen Wirkung des TiO2. Im Gegensatz zu den üblichen TiO2-Beschichtungen wurde bei diesen Forschungsarbeiten das nanoskalige Wirkadditiv direkt in die Polymermatrix eingearbeitet. Die keimreduzierende Wirkung von Nanocomposites auf die Mikroorganismen, wie z. B. Eschericia coli (E.coli), konnte durch umfangreiche mikrobiologische Untersuchungen nachgewiesen werden.

Das IGF-Vorhaben 399 ZN der Forschungsvereinigung FSKZ wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung.

Die detaillierten Forschungsergebnisse sind in dem hier bestellbaren Forschungsbericht (FV 359) enthalten.