Umweltproduktdeklarationen (EPD) verstehen und anwenden
Der Kurs wird von Ökobilanzierern des SKZ mit großer EPD-Expertise durchgeführt. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die regulatorischen Rahmenbedingungen rund um das Thema EPD. Das Ziel besteht darin, nicht nur einen Einstieg in die ökologische Nachhaltigkeit von Bauprodukten zu schaffen, sondern auch ein Verständnis für die Anforderungen der Kunden zu entwickeln. Ziel des Kurses ist der Erwerb von Kompetenzen zur Interpretation und Kommunikation von Umweltwirkungen (EPD-Ergebnissen) sowie das Verständnis des EPD-Erstellungsprozesses. Dies wird anhand von Beispielen aus der Praxis und eigenen Übungen veranschaulicht.
Theoretische Inhalte
- Grundlegende Rahmenbedingungen und Akteure im Bereich der EPDs
- Zunehmende Bedeutung von EPDs insbesondere im Bauwesen
- Rechtliche Grundlagen und Normen: Überblick über relevante Normen (z. B. ISO 14025, EN 15804) und Richtlinien
- Organisationen und Rollen: Vorstellung zentraler Akteure wie Programmhalter (z. B. IBU, EPD international, etc.), Verifizierer und Datenbankbetreiber
- EPD im Kontext des nachhaltigen Bauens: Bedeutung und Anwendung von EPDs in der Gebäudezertifizierung (z. B. DGNB, BREEAM, LEED)
- Ablauf der EPD-Erstellung: Schritt-für-Schritt-Darstellung von der Datenerhebung über die Ökobilanzierung bis zur Verifizierung und Veröffentlichung
- EPD-Typen
- Kostenrahmen: Überblick über typische Kostenstrukturen
- Struktur und Inhalte einer EPD
- Produktinformationen
- LCA-Rechenregeln
- LCA-Szenarien und weitere technische Informationen
- Relevante Umweltwirkungen des deklarierten Produkts verstehen und interpretieren
- Abgrenzung zu anderen Formen der Ökobilanz
- Weiterführende Themen und Ausblick
- Vergleichbarkeit von EPD-Ergebnissen
- Automatisierung der EPD-Erstellung: Einsatz digitaler Tools und Datenbanken zur Effizienzsteigerung
- Trends und Ausblick: Entwicklungen im Kontext der Bauproduktenverordnung und Digitalisierung
Praktische Inhalte
- Eigenständiges Extrahieren von Informationen aus exemplarischen, veröffentlichten EPDs
- Bewertung der EPD-Ergebnisse und Ableitung von Schlussfolgerungen, insbesondere bezüglich
- Datenqualität
- Systemgrenzen
- Umweltwirkungen
- Datenbanken
Was ist eine EPD?
EPD steht für Environmental Product Declaration oder deutsch: Umweltproduktdeklaration. Sie ist als Umweltkennzeichen Typ III gemäß ISO 14025 ein standardisiertes Dokument welches Umweltauswirkungen eines (Bau-)Produkts über die Lebensphasen quantitativ darstellt.
Was beinhaltet eine EPD beispielsweise?
In einer Umweltproduktdeklaration sind verschiedenste Werte enthalten. Beispiele sind:
- Erwärmungspotential
- Ressourcenverbrauch
- Versauerungspotential
Insgesamt werden 37 Indikatoren betrachtet die Aussagen über Umweltwirkung, Ressourcenverbrauch und Abfallflüsse ermöglichen.
Wer nutzt Umweltproduktdeklarationen?
Eine EPD dient überwiegend der Kommunikation mit verschiedenen Interessensgruppe, beispielsweise:
- Endverbrauchende
- Behörden
- Öffentlichkeit
- Bauingenieure/Architekten
Letztlich jeder, der Bauprodukte für den Bau eines Gebäudes oder von Infrastruktur nutzt.
Referenten & Kursleiter
SKZ - KFE gGmbH, Würzburg
M.Sc. Antonia Ivanda
SKZ - KFE gGmbH, Würzburg
Johannes Schwaiger
Termine
Folgend finden Sie die Übersicht der aktuell geplanten Termine für den Kurs "Umweltproduktdeklarationen (EPD) verstehen und anwenden". Bei einer Anmeldung bis 12 Wochen vor Termin gewähren wir einen Frühbucher-Rabatt von 10 % auf den Teilnahmepreis.
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– 13.04.2027Online Verfügbarkeit
Plätze verfügbar 550,00 €* 10% Frühbucherrabatt
*Dieser Kurs ist umsatzsteuerbefreit.
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