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Presse

Langjähriger Ticona Technologie- und Serviceleiter wechselt nach Würzburg

 

Dr.-Ing. Ulrich Mohr-Matuschek wird zum 1. August 2013 zum Geschäftsführer der Aus- und Weiterbildung des SKZ mit seinen Standorten in Würzburg, Halle, Peine und Horb berufen.

Institutsdirektor Prof.-Dr. Martin Bastian freut sich sehr: „Dr. Mohr-Matuschek ist ein ausgewiesener Experte mit langjähriger Industrieerfahrung und zahlreichen Branchenkontakten“.

„Wir alle sind noch tief betroffen vom unerwarteten Tod unseres hochgeschätzten Kollegen Harald Huberth. Wir hätten ihm von Herzen eine deutlich längere Lebenszeit mit vielen schönen Jahren gegönnt, doch das Schicksal hatte es zu unserer aller Bestürzung anders bestimmt. Herr Huberth hat sich für die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten des SKZ sehr verdient gemacht. Dafür sind wir ihm sehr dankbar und werden ihn auch als Mensch sehr vermissen.
In dieser noch von Trauer geprägten Situation müssen wir seitens der Geschäftsführung und des Verwaltungsrates dennoch dafür sorgen, die von Herrn Huberth hinterlassene Lücke schnell und bestmöglich zu schließen. Daher haben wir mit Nachdruck nach einem geeigneten Nachfolger gesucht und freuen uns sehr, dass es gelungen ist, eine in der Kunststofftechnik und auch in der Bildungstätigkeit hochqualifizierte Persönlichkeit für das SKZ zu gewinnen.“

Mit Dr. Mohr-Matuschek als Partner in der Geschäftsführung sieht er die Nachfolge des plötzlich verstorbenen ehemaligen Geschäftsführers Harald Huberth ausgezeichnet geregelt. „Aufbauend auf den bisherigen Erfolgen wollen wir als außeruniversitäres Institut unsere in der Branche sehr etablierten Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen weiter konsequent ausbauen.“

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Dr.-Ing. Ulrich Mohr-Matuschek

Dr.-Ing. Ulrich Mohr-Matuschek, geb. 1957, studierte Maschinenbau an der RWTH Aachen. Nach dem Diplom arbeitete er 4 Jahre am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV), promovierte Ende 1991 und wechselte dann zur Hoechst AG, Frankfurt, Geschäftsbereich Technische Kunststoffe. Dort war er bis 1994 mit steigender Verantwortung in der Anwendungstechnik Automobil tätig. 1995 übernahm er die Leitung des Technischen Service. 1997 erfolgte der Betriebsübergang zur Ticona GmbH, die später in die Celanese AG integriert wurde. Unter der Bezeichnung Technologie und Service Europa wurde der Verantwortungsbereich von Ulrich Mohr-Matuschek stetig erweitert: Technischer Service, Polymerprüfung, Verarbeitungstechnikum, Formteil- und Werkzeugauslegung mittels CAE, Product Stewardship, Market Intelligence, Technische Information und spezielle Gebiete der Grundlagenentwicklung auf dem Gebiet der Polymere. Dennoch war der technische Kundenservice inklusive Bauteil- und Werkzeugauslegung stets sein Kernarbeitsgebiet. Seit 2011 leitet er als globaler Leiter Design/CAE Teams in Frankfurt, Detroit, Shanghai und weitere Mitarbeiter in der Nähe von Cincinnati und in Telford, England.

Zudem vertrat er den Rohstoffhersteller in Expertengremien und Fördervereinen. Dr. Mohr-Matuschek ist u.a. Mitglied des Fachbeirats Spritzgießen der VDI-Gesellschaft Kunststofftechnik (VDI-K).


Aus- und Weiterbildung des SKZ

Prof. Dr. Bastian betont: „Bildung und umfassendes Wissen sind entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Zukunft – für den Einzelnen wie auch für ein Unternehmen. Um im dynamischen Umfeld langfristig Erfolge zu erreichen, gilt es also, vorhandenes Wissen permanent aufzufrischen und es immer wieder neu an aktuelle Gegebenheiten anzupassen.“

„Seit über 50 Jahren steht das SKZ für fachkundige Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften innerhalb der Kunststoffbranche. Die Auswahl der Themen und die herausragende Qualität unserer Angebote haben zahlreiche Veranstaltungen zu festen Terminen in der Kunststoffbranche werden lassen. Das Zusammenspiel von namhaften Referenten, einem attraktiven Rahmenprogramm und persönlicher Betreuung hat die Veranstaltungen des SKZ als allseits geschätzte Treffpunkte etabliert. 600 Veranstaltungen mit über 10.000 Teilnehmern jährlich sowie 1.500 Referenten machen das SKZ zum Marktführer für Wissenstransfer im Bereich Kunststoff in Deutschland und Europa“, so Dr. Mohr-Matuschek.

Das Kunststoff-Zentrum SKZ hat die maschinelle Ausstattung des Verarbeitungstechnikums mit einem modernen, gegenlaufenden, konischen Doppelschneckenextruder CE3 der Firma Hans Weber Maschinenfabrik GmbH erweitert. So kann vor allem der im Bereich der Forschungs- und Entwicklungsprojekte erforderliche Bedarf an Kleinmengen schneller und effizienter hergestellt werden. Thermoplastische Kunststoffe können nun auch im niedrigen Durchsatzbereich von bis zu 30 kg/h verarbeitet werden. Durch die geringen benötigten Materialmengen wird die Entwicklung neuer Verfahren und neuer Rezepturen sowie die Untersuchung des Extrusionsverhaltens von Materialien bei der Herstellung von Profilen beschleunigt und vereinfacht. 

 

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Abb.: Gegenlaufender, konischer Doppelschneckenextruder CE3 der Firma Hans Weber Maschinenfabrik GmbH
 

Für die prozessbegleitende Ermittlung der Dispgergiergüte bei der Kunststoffverarbeitung existieren bis dato noch keine kommerziell verfügbaren „plug & play“ Sensorsysteme. Die Ultraschallmesstechnik bietet hierfür eine geeignete Technologieplattform. Das SKZ arbeitet mit der Firma inoson GmbH an einem einfach implementierbaren Dispergiergütesensor, der direkt in der Schmelze mögliche Agglomerate detektiert und die Partikeldispergierung analysiert. 

Die Dispergiergüte von Polymercompounds stellt eines der zentralen Qualitätskriterien bei der Kunststoffaufbereitung dar. Die in der Praxis üblicherweise eingesetzten Offline-Analysemethoden sind arbeits- und zeitaufwändig und ermöglichen keine lückenlose 100 %-Prozesskontrolle.

Die Ultraschallmesstechnik demonstrierte bereits in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen ihre prinizipielle Eignung für die Dispergiergütemessung, was durch ausführliche Untersuchungen am SKZ belegt werden konnte. Allerdings wurde bislang noch kein kommerziell verfügbares Sensorsystem entwickelt, das vor allem einfach zu bedienen ist und sich problemlos in einen industriellen Kunststoffaufbereitungsprozess implementieren lässt. Das SKZ und die inoson GmbH haben sich dem nun angenommen und entwickeln einen kostengünstigen Dispergiergütesensor auf Basis von Ultraschallmesstechnik. Diese Kooperation hat sich bereits bei unterschiedlichen gemeinsamen Aktivitäten bewährt.

Die Ultraschallmesstechnik stellt eine vergleichsweise günstige und robuste Methode dar, da ausschließlich mit elektronischen Bauteilen ohne bewegliche oder optische Komponenten gearbeitet wird. Das System soll mit einer Selbstkalibrierung sowie der Ausgabe eines einfach verständlichen Dispergiergüte-Kennwerts ausgestattet werden, so dass die Nutzung auch direkt durch den Maschinenbediener möglich ist.

Somit unterscheidet sich das finale System erheblich von bis dato verfügbaren Sonderlösungen im Ultraschallsegment oder teuren optischen Spektroskopiesystemen für die Prozessüberwachung. Es wird eine signifikante Zeit- und Materialersparnis bei der Überwachung der Prozess- und Produktqualität während der Compoundierung erwartet.

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Abb. 1: Schematische Darstellung der Dispergiergüteermittlung mittels Ultraschall an einer Compoundieranlage

30. April 2013, Halle
 

Gerade für das industriell genutzte Material „Composite“ birgt das interdisziplinäre Zusammenarbeiten von Unternehmen und Herstellern mit Gestaltern, Designern und Konstrukteuren, auch aus der kreativen Hochschullandschaft ein enormes Potenzial für das Erkennen von Trends aber auch von Nischen, dem Entwickeln oder der Verbesserung des eigenen Produktes sowie der begleitenden Prozessabläufe.

Gutes materialgerechtes Design ist ein erheblicher, wirtschaftlicher Mehrwert und kann genau das i-Tüpfelchen - die Durchsetzung gegenüber dem Wettbewerber - bedeuten. In Mitteldeutschland bilden Chemie- und Kunststoffindustrie traditionell einen bedeutenden wirtschaftlichen Schwerpunkt, der nach wie vor wächst. Produkte der Region finden sind auf vielen wichtigen internationalen Märkten. Daneben sind Baukultur und Design traditionsreiche und zukunftsträchtige Wirtschaftsfelder der Region, mit einer deutschland- und europaweit einzigartigen Dichte der Hochschullandschaft. Beispiele sind die Hochschule für Kunst und Design Halle, die Fachhochschulen Dessau, Zwickau und Erfurt sowie die Universitäten Leipzig und Weimar. Am Thementag soll anhand von etlichen Beispielen dieses Potenzial aufgezeigt werden.

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Veranstalter:
Carbon Composites e.V., Abteilung CC Ost, Dresden

in Zusammenarbeit mit:
SKZ, Standort Halle

Programm:
http://www.cc-ost.eu/sites/ccev-ost.eu/files/anhaenge/events/13/03/08/2013-04-30_tt-design_programm.pdfexterner Link
 

Mit diesem Satz eröffnete Dipl.-Ing. Robert Schmitt den Energieinfotag, zu dem das SKZ im März nach Würzburg eingeladen hatte. „Diejenigen, die diesen Grundsatz bereits im Unternehmen verinnerlicht haben, können erfahrungsgemäß bis zu 30 % ihrer Energiekosten durch die Einführung eines Energiemanagementsystems einsparen“, so Schmitt. 

Dass das Thema Energie nicht nur in den aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen hohe Beachtung findet, sondern insbesondere auch in der kunststoffverarbeitenden Branche von großer Bedeutung ist, wurde auf dem Energieinfotag des SKZ verdeutlicht.

„Aus den bislang gemachten Auditerfahrungen sind 10 % Energieeinsparungen bereits über einfache Maßnahmen, so z.B. mit der Einführung eines Spitzenlastmanagements sowie Verhaltens- und Prozessänderungen ohne Probleme möglich“ informierte Schmitt die Teilnehmer. „Jedoch ist es wichtig, nicht nur sporadisch Aktivitäten durchzuführen, sondern Energiesparen mit System zu praktizieren“, so Schmitt weiter. Hierbei unterstützt die neue Energiemanagementsystem Norm die DIN EN ISO 50001 die Unternehmen. Mit ihrer Einführung in das Unternehmen wird der Energieverbrauch in systematischer Form analysiert, überwacht und reduziert. Bei der Analyse und Überwachung kommen dabei Energiemonitoringsysteme zum Einsatz. Hierzu zeigte  Dipl.-Ing. Claus Schicks vom Ingenieurbüro Schicks anschauliche Praxisbeispiele aus kunststoffverarbeitenden Unternehmen und verdeutlichte den hohen Nutzen solcher Systeme für die Prozessvisualisierung und Kostentransparenz im Unternehmen.

Dipl.-Ing. Andreas Gehring veranschaulichte die Zusammenhänge zwischen Mensch, Maschine, Prozess, Material und Energieverbrauch für die Kunststofffertigung. Es wurden hierbei zahlreiche praktische Einsparungsempfehlungen „aus praxisorientierter Kunststoffsicht“ für die anwesenden Firmen vermittelt.

Die Umsetzung konnten die über 20 Teilnehmer des Energieinfotags anschließend anhand einer praktischen Vorführung einer energetischen Optimierung im Spritzgießprozess im Aus- und Weiterbildungstechnikum des SKZ erleben.

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Robert Schmitt informierte noch über den aktuellen Stand der Energiegesetzgebung, die die Einführung eines Energiemanagementsystems bis 2015 für die meisten Unternehmen als Grundlage für zukünftige Stromsteuerrückerstattungen vorsieht. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es noch  Gelegenheit, sich bei einem kleinen „Get together“ über die eigenen Erfahrungen im Unternehmen auszutauschen sowie offene Fragen mit den Referenten zu diskutieren, um so das Gehörte möglichst zeitnah im eigenen Unternehmen umsetzen und so die brachliegenden Einsparpotentiale realisieren zu können.

Das SKZ hofft, noch mehr Unternehmen der Kunststoffbranche mit dem Motto „Energiesparen macht Spaß“ begeistern zu können und wird deshalb den Energieinfotag noch zwei Mal in diesem Jahr stattfinden lassen.

Die Termine sind: 27. Juni 2013 und 07. November 2013. Einfach anmelden und dabei sein!

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SKZ arbeitet mit iNOEX an neuartigen virtuellen Sensoren

Rohre aus PE-Xa werden vielfältig im Baugewerbe eingesetzt. Die Kontrolle des Vernetzungsgrades dieser Produkte ist von entscheidender Wichtigkeit für die spätere Funktion. Zur Kontrolle des Vernetzungsgrades existieren aktuell nur Verfahren, die sehr aufwändig sind oder nur für kleine Wandstärken angewendet werden können. Um diese Lücke zu schließen, entwickelt das SKZ zusammen mit der Firma iNOEX GmbH, Bad Oeynhausen, einen neuartigen Softsensor zur Inline-Kontrolle des Vernetzungsgrades von PE-Xa Rohren.

Rohre aus vernetztem Polyethylen, kurz PE-X, sind in vielen Anwendungsbereichen wirtschaftlich kaum durch andere Materialien zu ersetzen. Gerade im Bereich kleiner Durchmesser werden diese häufig in großem Umfang unter Putz oder Estrich verlegt und müssen somit über viele Jahre sicher dicht bleiben. Aus diesem Grund existieren verschiedene Normen, die minimale Vernetzungsgrade vorschreiben. Für PE-Xa sind dies mindestens 70 %. Da die Prüfung des Vernetzungsgrades in den Betrieben üblicherweise nur einmal pro Schicht durchgeführt wird, besteht immer die Gefahr, dass unzureichend vernetzte Rohre in den Verkauf gelangen. Im Falle des Versagens solcher Rohre im eingebauten Zustand muss oft erheblicher Aufwand betrieben werden, um diese zu ersetzen. Ein typischer Versagensfall wird in der Abbildung gezeigt.

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Abb.: Gerissenes PE-X Rohr in der Anwendung

Aktuell existieren für die Prüfung des Vernetzungsgrades nur begrenzte Möglichkeiten. Hierzu zählen z. B. die klassische und aufwändige nasschemische Methode oder online Methoden, die nur für bestimmte Rohrtypen und geringe Wandstärken eingesetzt werden können. Um dieses Problem zu lösen, erarbeitet das SKZ zusammen mit iNOEX ein neuartiges, modellbasiertes Verfahren zur Inline-Kontrolle von Schrumpf und Vernetzungsgrad der Rohre. Dieses Verfahren wird eine inline 100 %-Kontrolle der produzierten Rohre ermöglichen und somit erheblich zur Vermeidung von Reklamationen und Schadenersatzansprüchen beitragen. Hierfür werden detaillierte Prozessmodelle erstellt, die den Zusammenhang zwischen Verfahrensparametern und Vernetzungsgrad aufzeigen können. Mit Hilfe dieser Modelle soll ein Softsensor für den Vernetzungsgrad und Schrumpf sowie ein Steuerungskonzept entwickelt werden, das einen sicheren Betrieb der Anlagen bei gleichbleibender Qualität ermöglicht.
 

The sustainable supply of potable water in the six Gulf nations is at risk and the countries are trying to cover up by building additional desalination plants. But is there any other alternative? Yes, says SKZ the German Plastics Center and is introducing German welding standards to the region, to improve the sustainability of HDPE piping systems.

Water has always been a treasured commodity in the desert. Today the sustainable supply of potable water in the six Gulf nations is at risk. The demand of potable water is expected to increase drastically and the GCC countries are trying to cover up by building additional desalination plants, but up to 50 % of the potable water is wasted. Leaking piping systems are the main reason.

In order to improve this situation many end-users have shifted from conventional piping systems like ductile iron (DI), steel, glass-reinforced plastic (GRP) etc. to piping systems made of High Density Polyethylene (HDPE). This material is known for its advantages and in particular the high service life expectations in combination with very low maintenance costs which make this material a more favorable option.

But despite of the proven advantages many network owners are still facing high leakage rates in their piping systems. In fact the water infrastructure in the GCC countries is just a few decades old, but due to the lack of educated specialists the piping systems are not properly designed and installed. This results into heavy environmental impacts as well as in financial losses throughout the region.

SKZ the German Plastics Center is approaching this alarming situation by providing training, education, testing and certification, according to the renowned and internationally acknowledged German welding standards DVS and DVGW.

Reda Ashkar, SKZ Business Development Manager for the Middle East and North Africa says: “By implementing German standards we can ensure that state of the art technology is applied to achieve a sustainable and environmentally friendly water infrastructure, which will serve future generations.”

Today over 500 specialists have been successfully trained at the SKZ Training Centre Middle East which was opened in August 2008. Training courses for welding of HDPE piping systems, as well as welding of polymeric sheets and membranes are offered.

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Pict. 1: SKZ trainer Detlef Hellwig with a group of successfully trained HDPE pipewelders (GW 330) at a construction site in Algeria

In 2012 the local water authority Abu Dhabi Distribution Company (ADDC) sent over 40 engineers and welders to attend the GW 330 and GW 331 trainings. The training according to the German welding standards is nowadays well known in the Middle East countries and highly appreciated.

With regards to technical specification for HDPE piping systems SKZ Germany has been involved in consulting many governmental authorities in the GCC, including municipalities, water & gas network operators as well as national oil companies. Further the Gulf Plastics Pipe Academy (GPPA) has recently chosen SKZ Germany for the operation and management of a new testing laboratory for plastics located in Abu Dhabi which is expected to be brought online in the second quarter of 2013.

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Pict. 2: HDPE pipeline in the desert

For more information, please contact:

Mr. Reda Ashkar
Manager Business Development (Middle East & North Africa)

SKZ – German Plastics Center | Friedrich-Bergius-Ring 22 | 97076 Würzburg

Cell: + 971 50 4561946                                                                                                                                                     E-mail: ra@skz-me.com
Internet: www.skz-me.com

Seit nunmehr über 50 Jahren haben sich Kunststoffe dank ihrer ausgezeichneten Eigenschaften als kosteneffizienter und zuverlässiger Werkstoff für den Rohrleitungsbau etabliert. Die Lebensdauer eines damals verlegten Kunststoffrohres wurde zur Zeit der Verlegung auf mindestens 50 Jahre prognostiziert. Mittlerweile nähern sich diese Rohrleitungen der vorausgesagten „Mindestlebensdauer“ und es stellt sich daher immer öfter die Frage: „In welchem Zustand befinden sich in Betrieb befindliche Kunststoffrohrsysteme der ersten Generation aktuell?“

Um die komplexe Frage nach dem Ist-Zustand von Kunststoffrohren zu beantworten, müssen mehrere Aspekte betrachtet werden. Prinzipiell können Materialveränderungen durch mechanische Beanspruchungen, physikalische Alterung, Reaktionen mit Sauerstoff, UV-Strahlung oder Auswaschung der im Kunststoff enthaltenen Stabilisatoren ausgelöst werden. Mit dieser Materialveränderung kann eine Verminderung der Rohrfestigkeit einhergehen, die vor allem im Druckrohrbereich ein elementares Kriterium für die Betriebssicherheit darstellt. Die umfassende Beurteilung physikalischer und chemischer Vorgänge beim Alterungsprozess erfordert breites Fachwissen, die richtige technische Ausstattung und die notwendige Erfahrung, beides anzuwenden.

Das SKZ vereint all diese Punkte. In Europas größtem, akkreditierten Kunststoff-Institut, mit mehr als 50-jähriger Erfahrung, liegen die Arbeitsschwerpunkte u. a. in den Bereichen Forschung sowie Prüfung und Qualitätssicherung von Kunststoffprodukten. Laut Institutsleiter Prof. Dr. Martin Bastian strebt das SKZ als Partner der Kunststoff-Industrie danach, die Kunden mit den neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Wissenschaft zu unterstützen.

Aufgrund langjähriger Erfahrung zum Thema „Alterung von Kunststoffrohrleitungen“ bietet das SKZ den Versorgungsunternehmen und Rohrleitungsbetreibern eine umfassende Überprüfung des Rohrleitungszustandes an, die bei der Entscheidungsfindung - „Weiterbetreiben oder Sanieren?“ - des Rohrnetzes unterstützt. Hierbei kommen etablierte und auch neu entwickelte Verfahren zur Prüfung von Rohrwerkstoffen und Rohrleitungsteilen zum Einsatz.

Alles in allem kann das SKZ den Netzbetreibern wertvolle Informationen zur Entscheidungsfindung an die Hand geben, um eine höhere Betriebssicherheit zum Nutzen des Verbrauchers zu gewährleisten.

Sollten Sie sich bereits mit derartigen Fragestellungen beschäftigen, steht Ihnen das SKZ gerne mit Rat und Tat zur Seite. Weitere Informationen über die Dienstleistungen des SKZ finden Sie auf der SKZ-Homepage oder nehmen Sie direkt Kontakt mit unserem Ansprechpartner auf:

Dipl.-Ing. Ulli Eisenhut, Schadensanalyse/Gutachten                                                                                                                                           Tel.: 0931 4104-430
E-mail: u.eisenhut@skz.de

Die Medien‑ und Spannungsrissbeständigkeit von Kunststoffen entscheidet in besonderem Maße über die zulässigen Einsatzbereiche von Werkstoffen. Deshalb werden Prüfmethoden benötigt, die eine schnelle und verlässliche Bestimmung ermöglichen.
 

Würzburg - Am SKZ steht ein neues Medien-Zeitstand-Prüfgerät zur Verfügung. In einem Forschungsvorhaben wird derzeit untersucht, inwieweit der Full Notched Creep Test (FNCT) nach ISO 16770 durch den Einsatz eines alternativen Netzmittels in Kombination mit geeigneten Prüftemperaturen und Spannungen für den Bereich der Werkstoffprüfung optimiert werden kann. Ziel ist dabei eine möglichst weitgehende Verkürzung der Prüfzeiten.

Das neue Medien-Zeitstand-Zugprüfgerät wurde von der Fa. IPT Institut für Prüftechnik Gerätebau GmbH & Co. KG, Todtenweiß, speziell für diesen Zweck modifiziert. 6 Einzelstationen mit einem Fassungsvermögen von jeweils ca. 1 l ermöglichen einen Vergleich verschiedenster Medien bzw. Werkstoff-Medien-Kombinationen. Jede Station wird autark betrieben, so dass Kraft- und Dehnungsvorgaben sowie Temperaturen zwischen 40 und 95 °C individuell gewählt werden können.

Neben klassischen Zeitstandversuchen mit konstanter Spannung lassen sich auch Prüfungen mit vorgegebenen konstanten Dehnungen (Relaxation) realisieren. Dank einer kontinuierlichen Erfassung der Kraft-, Weg- und Temperaturdaten während der gesamten Prüfdauer ist eine umfassende Werkstoffcharakterisierung möglich. Probenbrüche erkennt das Prüfgerät automatisch. Mit dem neuen Medien-Zeitstand-Prüfgerät wurde die Ausstattung des SKZ hinsichtlich der schnellen und reproduzierbaren Betrachtung der Medien und Spannungsrissbeständigkeit von Kunststoffen um ein weiteres leistungsstarkes Tool erweitert, freut sich Prof. Dr. Martin Bastian, Institutsdirektor des SKZ.

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Abb.: Neues Medien-Zeitstand-Prüfgerät


 

Prof. Dr. Robert Luxenhofer übernimmt Leitung der Stiftungsprofessur „Polymere Funktionswerkstoffe“ an der Universität Würzburg.
 

Die Attraktivität des Studiengangs ‚Technologie der Funktionswerkstoffe’, den die Universität Würzburg seit einigen Jahren anbietet wurde erneut spürbar erhöht, denn es ist gelungen, Prof. Dr. Robert Luxenhofer für die neu eingerichtete Stiftungsprofessur „Polymere Funktionswerkstoffe“ am Lehrstuhl für Chemische Technologie der Materialsynthese (Prof. Gerhard Sextl) zu gewinnen.

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In enger Zusammenarbeit mit dem außeruniversitären SKZ wird Prof. Luxenhofer (re. im Bild) die Grundlagenforschung mit der Anwendung von Forschungsergebnissen verbinden. „Mit der Berufung wurde die Universität Würzburg im Bereich der Polymerwissenschaften also erheblich strategisch verstärkt“, so Prof. Dr. Martin Bastian, Direktor des SKZ (li. im Bild). „Gerade die Möglichkeit Forschung und Lehre entscheidend mitzugestalten, mit dem starken und anwendungsnahen Partner SKZ, war für mich ausschlaggebend, den Ruf nach Würzburg anzunehmen“, erklärt Prof. Luxenhofer. „Wichtig bei der Entscheidung in die bayerische Heimat zurückzukehren war zudem die Attraktivität Würzburgs und ihre zentrale Lage in Deutschland“, so Luxenhofer weiter.

Robert Luxenhofer studierte von 1998 bis 2004 Chemie an der Technischen Universität München. Studien- und Forschungsaufenthalte führten ihn an die Sydney University, Australien und an die Brooklyn Polytechnic University, USA. In seiner Diplom- und Doktorarbeit am Lehrstuhl für Makromolekulare Stoffe von Prof. Oskar Nuyken (später WACKER-Lehrstuhl, Prof. Bernhard Rieger) beschäftigte er sich unter der Leitung von Dr. Rainer Jordan mit neuartigen funktionellen Polymeren für die Radionuklidtherapie von Tumoren.

2007 ging Luxenhofer für ein Postdoktorat in das Center for Drug Delivery and Nanomedicine zu Prof. Kabanov an das University of Nebraska Medical Center in Omaha, Nebraska, USA. Dort befasste er sich vor allem mit der Formulierung unlöslicher Wirkstoffe mit maßgeschneiderten Polymeren sowie mit der Interaktion von synthetischen Polymeren mit biologischen Systemen.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete Dr. Luxenhofer von 2009 bis 2012 an der Technischen Universität Dresden an der Professur für Makromolekulare Chemie (Prof. Rainer Jordan) an seiner Habilitation unter anderem an der Entwicklung von funktionellen Polymeren für medizinische Anwendungen sowie auch an grundlegenden Fragestellungen zur Synthese komplexer aber dabei definierter Polymere.

 

In Zeiten steigender Energiepreise und dem vorrangigen Ziel der Reduktion von Treibhausgasen ist die Nachfrage nach innovativen Materialien mit hoher Isolationswirkung groß.
 

Die Vakuumisolationspaneele (VIP) der Fa. va-Q-tec leisten hierzu bereits heute einen deutlichen Beitrag. Bei den VIP handelt es sich um thermisch isolierende Platten, die bei minimalem Platzbedarf eine extrem hohe Dämmleistung aufweisen. Sie finden neben der Gebäudeisolierung wie Innen- und Deckendämmung auch Einsatz in der Haushaltsgeräteindustrie wie z. B. der Dämmung von Kühl- und Gefriergeräten.

Die VIP in den heutigen Anwendungen zeichnen sich durch enorme Vorteile aus. Besonders vorteilhaft können die VIP bei einer hohen notwendigen Wärme- bzw. Kältedämmung in Kombination mit einem eingeschränkten Bauraum eingesetzt werden. VIP ermöglichen somit hochdämmende und „schlanke“ Konstruktionen, wie z. B. bei Kühl- und Gefriergeräten oder Transportbehältern für temperaturgeführte Güter (für Biotechnologie, Pharmazie) und zudem bei diversen Anwendungen im Gebäudebereich (z. B. Bodendämmung von Wintergärten, Innendämmung, Deckendämmung, Haustürfüllungen). Sie werden auch bei vielen weiteren technischen Anwendungen eingesetzt, bei denen eine anspruchsvolle Isolationswirkung gefragt ist.

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Abb.: Hochleistungsdämmpaneele der Fa. va-Q-tec

Die sehr empfindliche Außenhülle der Paneele kann allerdings durch dynamische Beanspruchung leicht geschädigt werden, was zu einer Beeinträchtigung der hervorragenden Eigenschaften führen kann.Dies erschwert den Einsatz von VIP insbesondere für mobile Anwendungen, bei denen dynamische Belastungen auftreten können.
Die Kooperationspartner SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Fa. va-Q-tec AG und Fa. BASF Polyurethanes GmbH werden daher in einem Forschungsvorhaben Technologien (u. a. Klebetechniken) zum Schutz der Vakuumisolationspaneele für den Einsatz unter dynamischen Belastungen soweit entwickeln, dass die langfristige Dämmqualität dieser Paneele (insbesondere keine Verletzungen der Außenhülle) über den gesamten Nutzungszeitraum gewährleistet ist. Zu den dynamischen Anwendungen zählt u. a. der Einsatz im Thermoverpackungs-, Transport- und Logistikbereich (z. B. Züge, Transportcontainer, Fahrzeuge, Kühlfahrzeuge usw.).

Das Projekt startete zum 01.01.2013 und hat eine Dauer von zwei Jahren. Das Forschungsvorhaben „VIP - fit für Mobilität“ wird im Rahmen des Programms KMU-innovativ: Ressourcen- und Energieeffizienz gefördert. Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung.

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Nach diversen Auszeichnungen in den letzten Jahren wird der bemerkenswerte Erfolg des SKZ mit dem „Bayerischen Mittelstandspreis“ gekrönt.

Jutta Leitherer, Bezirksvorsitzende der Mittelstands-Union Unterfranken, überreichte am Mittwoch feierlich den Bayerischen Mittelstandspreis 2012 an Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian.

„Mit dieser Auszeichnung werden die herausragenden Leistungen des SKZ gewürdigt“ freut sich Bastian und fügt hinzu, „er sei besonders stolz auf seine außergewöhnlich guten Mitarbeiter“. Das Kunststoff-Zentrum ist nach Meinung der Juroren eine herausragende Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und ermöglicht so besonders den kleinen und mittelständischen Unternehmen einen exzellenten Zugang zu den breit gefächerten Technologie-Angeboten und -Transfermaßnahmen.

„Die Auszeichnung erhält das SKZ auch, weil es sich exemplarisch für den bayerischen Mittelstand durch innovative Produkte und Dienstleitungen hervor getan hat“ betont Jutta Leitherer.

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Unzählige kleine und große Erfolge konnte das SKZ in den letzten Jahren verzeichnen, so hat z. B. eine SKZ-Doktorandin den Rehau-Preis gewonnen. Im vergangenen Jahr wurde dem Institut die Ehre zuteil, zum ausgewählten „Ort im Land der Ideen“ gekürt zu werden, nachdem die Forscher des SKZ ein Jahr zuvor für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit den „Otto von Guericke Preis“ erhalten haben. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass eine SKZ-Auszubildende von Bundeskanzlerin Angela Merkel als „jahrgangsbeste Physiklaborantin“ geehrt wurde. Die stetig wachsende Mitarbeiterzahl und ein Rekordumsatz unterstreichen die bemerkenswerte Erfolgsgeschichte des SKZ.

Möglich wurde dies u. a. durch die Erweiterung der Räumlichkeiten. So entstand in den letzten zehn Jahren ein hochmodern ausgestattetes Verarbeitungstechnikum, das über 8.000 m2 große Technologiezentrum mit sehr breit aufgestellter Prüftechnik und das Direktverarbeitungstechnikum mit modernsten Maschinen von Arburg und KraussMaffei. Mit den erst Ende 2012 in Betrieb genommenen neuen Standorten in Horb (Nordschwarzwald), Kunshan (China) und bald auch in Selb (Oberfranken) wurde und wird den regionalen Bedürfnissen der Branche Rechnung getragen. An allen Standorten wurde die Ausstattung extrem verbessert, so wurden z. B. innovative Möglichkeiten zur Additiven Fertigung ergänzt.
Das SKZ hat mittlerweile breit gefächerte Kompetenzen in den unterschiedlichsten Arbeitsgebieten erlangen können. Mehrere Computertomografen, Rasterelektronenmikroskope mit Elementarelementanalyse, Ultraschall- und Terahertzsensoren sind nur einige Beispiele für die innovativen Technologien, die im SKZ inzwischen zur Verfügung stehen.

Das SKZ hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich und erfolgreich weiterentwickelt und konnte so auch 2012 zum 7. Mal in Folge das jeweils erfolgreichste Jahr der Institutsgeschichte geschrieben.

Und der Trend geht so weiter. In 2013 wird das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien entstehen, für das im Herbst 2012 bereits der Spatenstich durch die bayerische Staatssekretärin Katja Hessel erfolgte.

Das SKZ präsentiert sich heute mehr denn je als innovatives und stark zukunftsorientiertes Unternehmen mit einer einzigartigen Vernetzung in der Branche. So nutzen inzwischen mehr als 300 Mitglieder des SKZ Kunststoff-Netzwerks die Angebote des Instituts.

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Endlich ein Expertenkreis Messtechnik für die Kunststoffverarbeitung
 

Das SKZ gründete einen neuen Expertenkreis zur Thematik Messtechnik für eine intensivere Verknüpfung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des SKZ mit den industriellen Anforderungen mit einem entsprechend effizienten Wissenstransfer in die kunststoffverarbeitende Industrie und die Messtechnikbranche.

Dem Expertenkreis gehören mehr als 30 ausgewählte Vertreter aus der Messtechnik- und Sensorindustrie an. In der konstituierenden Sitzung am 19. Dezember 2012 wurden aktuelle Themenstellungen zur zerstörungsfreien Prüfung und der Prozessüberwachung in der Kunststoffverarbeitung sowie die Geschäftsfeldstrategie vorgestellt und diskutiert. In Fachvorträgen wurden u. a. zu den Schwerpunkten Terahertz-Messtechnik, virtuelle Sensoren, Prozessfarbmessung, Ultraschallmesstechnik, zerstörungsfreie Prüfung sowie Sondermessverfahren aktuelle Entwicklungen dargelegt und zukünftige Forschungsschwerpunkte besprochen. Darüber hinaus konnten die Teilnehmer beim ersten Expertentreffen wertvolle Kontakte knüpfen und Kooperationsansätze finden.

Das Gremium übernimmt eine wichtige Lenkungsfunktion für zukünftige Aktivitäten. Der Expertenkreis wird eng mit den anderen SKZ-Gremien kooperieren, um eine gute Verzahnung zwischen der messtechnischen Expertise und den anwendernahen Expertenkreisen zu gewährleisten.

Das stark expandierende Geschäftsfeld Messtechnik befasst sich mit der anwendungsnahen Erprobung und Entwicklung von zerstörungsfreien Prüfverfahren für Kunststoffprodukte und Prozessüberwachungsmethoden für die Kunststoffverarbeitung sowie anwendungsnaher Forschung zu wissenschaftlich tangierenden Themenstellungen. Industrielle Dienstleistungen wie Auftragsmessungen, Machbarkeitsstudien, Beratung zu geeigneten Prüfmethoden und Messsystementwicklung runden das Tätigkeitsprofil ab.

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Abb.: Teilnehmer der konstituierenden Sitzung des Expertenkreis Messtechnik des SKZ in Würzburg

Folgende Mitglieder gehören dem Gremium an (weitere möchten aus Vertraulichkeitsgründen nicht öffentlich genannt werden):

· Stefan Becker, Becker Photonik GmbH, Porta Westfalica
· Simon Che'Rose, FRAMOS GmbH, Pullach
· Thorsten Conrad, 3S GmbH, Saarbrücken
· Fuat Eker, ColVisTec AG, Berlin
· Walter Franz, Datacolor AG, Dietlikon (Schweiz)
· Thomas Froese, atlan-tec Systems GmbH, Willich-Münchheide
· Torsten Fuchs, Gefran Deutschland GmbH, Seligenstadt
· Jürgen Geiger, Octagon Process Technology GmbH, Würzburg
· Oliver Graß, inno-spec GmbH, Nürnberg
· Thomas Hahn-Jose, inoson GmbH, St. Ingbert
· Peter Holstein, SONOTEC GmbH, Halle/Saale
· Ralph Klose, iNOEX GmbH, Bad Oeynhausen
· Erwin König, Priamus GmbH, Salach
· Matthias Krauß, InfraTec GmbH, Dresden
· Torsten Löffler, SynView GmbH, Bad Homburg
· Günter Müllerferli, Dr. COLLIN GmbH, Ebersberg
· Nikolaus Nestle, BASF SE, Ludwigshafen
· Peter Pauls, InQu Informatics GmbH, Dresden
· Steffen Piecha, tec5 AG, Oberursel/Ts
· David Pryor, ColorLite GmbH, Katlenburg-Lindau
· Christian Scheller, Bauteilprüfzentrum Scheller GmbH, Schweinfurt
· Oliver Schnerr, Kistler Instrumente AG, Winterthur (Schweiz)
· Jakob Schulz, Cotesa GmbH, Mittweida
· Hans Jörg, Schulze, X-Rite GmbH, Neu-Isenburg
· Michael Schütz, Intego GmbH, Erlangen
· Joachim Sunder, Göttfert GmbH, Buchen/Odenwald
· Thanos Yiagopoulos, Momentive Performance Materials GmbH, Leverkusen

Am 6. März 2013 findet auf Anregung des zuständigen Fachausschusses der Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) das „1. Fachseminar Mikrowellen- und Terahertz-Prüftechnik in der Praxis“ in München statt.

Das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg ist führend bei der Erprobung und Entwicklung der Terahertz-Messtechnik in der Kunststoffbranche und Gründungsmitglied im neu gegründeten Fachausschuss der DGZfP. Das SKZ unterstützt daher diese Veranstaltung in Kooperation mit der DGZfP und der Fa. Rohde & Schwarz als Veranstaltungsort.

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Abb. 1: Terahertz-/Mikrowellenlogo der DGZfP

Das Event gibt als eintägiges Kompaktseminar einen Überblick über den aktuellen Stand der Industrieanwendungen und Technologien und zeigt die Potentiale dieser Prüftechnik auf. Die Veranstaltung ist speziell für Terahertz-Neulinge und Interessierte konzipiert, um sich von konventionellen Tagungen mit wissenschaftlichem Charakter zu differenzieren und die vielfältigen Möglichkeiten dieser Methode einem breiten Publikum und den Anwendern zugänglich zu machen.

Vorträge aus der Praxis werden ergänzt durch Übersichtsvorträge zu relevanten industriellen Entwicklungen und eine Ausstellung mit Gerätevorführungen namhafter Unternehmen. Wichtige Inhalte des Seminars sind u. a. die Potentiale der Personenscanner-Technologie für die zerstörungsfreie Prüfung, Lackdickenmessungen, Prüfungen an Rotorblättern, Rohrwanddickenmessung für die Kunststoffindustrie, Feuchtemessung für die Keramik- und Lebensmittelindustrie sowie die Charakterisierung unterschiedlichster Materialeigenschaften.

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Abb. 2: Terahertz-Aufnahme einer innenliegenden und eigentlich reparierten Beschädigung eines Alpinskis (Aufnahme: SKZ)

Weiterführende Informationen sowie das detaillierte Programm können auch auf der Homepage der DGZfP unter www.dgzfp.de  externer Linkabgerufen bzw. dem nachfolgenden Informationsflyer entnommen werden:

Zum Informationsflyer "1. Fachseminar Mikrowellen- und Terahertz-Prüftechnik in der Praxis"

Die Anmeldung kann auch unter http://www.dgzfp.de/Default.aspx?alias=www.dgzfp.de/seminar/mthz&externer Link erfolgen.

SKZ-Tagung "Kunststoffe im Sport- und Freizeitbereich - Hochleistungskunststoffe für Olympioniken und den Freizeitsport" am 20. März 2013
 

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Können Unterschenkelamputierte mit Carbon-Prothesen den 200m-Weltrekord im Sprint brechen?

Antwort: Sie können, weil es Hochleitungskunststoffe gibt. Der Hochleistungssport stellte schon immer hohe Herausforderungen an Technologie- und damit verbundene Materialentwicklungen. Für den Stabhochspringer in Bezug auf den Stab, für den Skifahrer in Bezug auf Ski und Skischuh, für den Läufer in Bezug auf den Laufschuh. Kaum ein Sportgerät, kaum eine Sportbekleidung und kaum ein Sportschuh kommt heute ohne Kunststoffe aus. Und wenn Produkte und natürlich Marken im Hochleistungssport erfolgreich sind, dann ist der wirtschaftliche Erfolg im Freizeit- und Consumerbereich fast selbstverständlich.

SKZ - Das Kunststoff-Zentrum und das Fachgebiet Sportgeräte und –materialien der Technischen Universität München veranstalten auch in diesem Jahr wieder eine gemeinsame Tagung in der Reihe „Kunststoffe im Sport- und Freizeitbereich“ unter dem Motto „Hochleistungskunststoffe für Olympioniken und den Freizeitsport“.

Mit Vorträgen von einem Weltmeister ("Große Ziele erreichten - Parallelen zwischen Sport und Wirtschaft") und einem paralympischen Goldmedaillengewinner ("Paralympische Momente und mehr...", "Mit Laser-Sinter-Technologie zum Paralympics-Sieg"), wird der emotionale und unmittelbare Bezug der Athleten zur Sporttechnologie mit Schwerpunkt Kunststoffe hergestellt.

Thomas Lurz

Bild 1: Thomas Lurz, Schwimmweltmeister aus Würzburg

Michael Teuber

Bild 2: Michael Teuber, Paralympic Champion aus Dietenhausen

Wissenschaftliche Hintergründe vermittelt ein Beitrag der Biomechaniker der Deutschen Sporthochschule Köln. Vorträge von Materialentwicklern zu den Trends im Materialsektor zeigen auf, welche Anstrengungen unternommen werden, um den Herstellern neue Ausgangsmaterialien bereitzustellen. Wie diese mit innovativen Fertigungsverfah-ren zu Hochleistungsprodukten werden, wird in zwei weiteren Beiträgen veranschaulicht. Und schließlich zeigen zwei OEMs von Weltrang, einer aus dem Bereich der Sportartikel und einer aus dem Bereich der Orthetik auf, wie die Errungenschaften im Kunststoffbereich zu jenen Produkten werden, aus denen im Hochleistungssport Medaillenträume geschmiedet sind und die den Freizeitsportler begeistern.

Übergeordnete Botschaft des Workshops sollte sein, dass Kunststoffe größte Potentiale für den gesamten Sportartikelbereich haben und neue Technologien hier die Leistungsgrenzen nach wie vor noch nach oben verschieben.

Tagungsdaten

Thema: Kunststoffe im Sport- und Freizeitbereich
Zeit: 20. März 2013
Ort: Tagungszentrum Festung Marienberg, Oberer Burgweg, 97082 Würzburg
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Veit Senner, Kompetenzzentrum Sport-Gesundheit-Technologie Garmisch-Partenkirchen GmbH
Veranstalter: SKZ – ConSem GmbH, Würzburg
Organisation: Dipl.- Übers. Irina Bender, SKZ, Tel. 0931/4104-436
Information/Anmeldung: Alexander Hefner, SKZ, Tel. 0931/4104-164

Tagungsprogramm:  http://www.skz.de/1715

 

SKZ startet Forschungsprojekt

Ein Kunststoff wird oft erst durch den Einsatz verschiedener Additive und Füllstoffe für bestimmte Anwendungen einsetzbar. Diese liegen normalerweise homogen über den Bauteilquerschnitt verteilt vor. Dabei wäre es in vielen Fällen ausreichend, wenn bestimmte funktionelle Additive lediglich in dem Bereich des Bauteils vorhanden sind, der z.B. aufgrund äußerer Anforderungen eine Modifizierung erfordert. Hier setzen sogenannte Gradientenwerkstoffe an, welche sich durch ein Konzentrationsgefälle an Additiven oder Füllstoffen über den Bauteilquerschnitt auszeichnen. Sie weisen somit keine homogene, sondern eine heterogene Verteilung oder Materialzusammensetzung entlang einer Bauteildimension oder eines bestimmten Abschnitts auf. Der Unterschied zu coextrudierten Bauteilen ist eine kontinuierliche und nicht sprunghafte Änderung der Materialzusammensetzung über den Bauteilquerschnitt (vgl. Abbildung 1).
Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten an Eigenschaftskombinationen wird diese innovative Werkstoffgruppe in den nächsten Jahren für zahlreiche Anwendungsfelder interessant. Zu möglichen Einsatzbereichen von Endlosbauteilen mit radialer Gradierung zählen z.B. Rohre und Profile mit einstellbarem Stabilisatorgehalt in Abhängigkeit der Wandstärke oder Wellenleiter für den Transport von Terahertz-Wellen. Ebenso können neue Farbverläufe für individuelle Designs oder als Verschleißindikator an Bauteilen generiert werden. Durch den Einsatz leitfähiger Additive und Füllstoffe können zukünftig auch Gradientenwiderstände mit leitfähigem Kern und ansteigend isolierender Außenschicht produziert werden.
Im Hinblick auf die außerordentlich vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Gradientenwerkstoffen startete am SKZ ein durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie (BStMWIVT) gefördertes Forschungsvorhaben zur Entwicklung eines Extrusionsverfahrens für die kontinuierliche Herstellung gradierter Endlosbauteile. Innerhalb des Projektes mit einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren soll ein innovatives Werkzeug zur Adaption an bestehende Extrusionslinien entwickelt und gebaut werden, welches der Industrie die Möglichkeit bieten soll, mit einfachen Mitteln und geringen Kosten gradierte Bauteile herzustellen. Zusätzlich werden in diesem Projekt Verfahren zur Bewertung der Gradierung mittels Inline-Messtechnik entwickelt und integriert sowie Untersuchungen zur Weiterverarbeitung der hergestellten gradierten Bauteile, etwa mittels Klebetechnologien, durchgeführt.
Durch dieses Projekt wird die Palette an innovativen Werkstoffen signifikant erweitert und den interessierten Industrieunternehmen gleichzeitig die Möglichkeit gegeben, diese Technologie selbständig in eigenen Extrusionslinien umzusetzen.

Polymere Gradientenwerkstoffe

Gradientenwerkstoff mit axialer (a) und radialer Gradientenrichtung (b) im Vergleich zu konventionellem Schichtaufbau (c und d)

 

Erstmalig konnte sich das SKZ mit einem Beitrag bei der Society of Ecological Toxicology and Chemistry (SETAC), der führenden Organisation bei der Entwicklung von Nachhaltigkeitsbewertungen, präsentieren.

Auf dem 18. SETAC Europe LCA Case Study Symposium in Kopenhagen stellte Manfred Schmid am 28. November Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Weiterentwicklung einer Methode zum Lebenszyklusmanagement – Nachhaltigkeits-Benchmarking von WPC" vor.

In dem Projekt waren die ökologischen Auswirkungen von WPC und Holz am Beispiel Terrassendielen verglichen worden. Darüber hinaus wurde die Software Elwood 2 programmiert, die es WPC-Terrassendielenherstellern ermöglicht, bereits in der Produktentwicklung ökologische Kriterien zu berücksichtigen. In Kopenhagen hatte das SKZ nun die Möglichkeit, das Projekt den auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitsbewertung führenden Wissenschaftlern zur Diskussion zu stellen. Die von Manfred Schmid vorgestellte Methodik wurde von den Ökobilanzexperten begrüßt.

Moderator Gert van Hof, Umweltwissenschaftler bei Procter & Gamble, lobte vor allem die Entwicklung von Elwood 2 – kenne er doch die Hemmnisse genau, die eine Umsetzung ökologischer Erkenntnisse in der Unternehmenspraxis erschweren. Das SKZ zeige sich damit versiert in der Theorie, darüber hinaus aber auch fokussiert auf die Praxis.


http://www.lcacopenhagen.setac.euexterner Link

 

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Abb. 1: Konferenz-Zentrum der Danish Society of Engineers (IDA), Kopenhagen

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Abb. 2: Lebensdauer-Freilandversuch am SKZ, Standort Friedrich-Bergius-Ring

 

Das Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg erweitert seine maschinelle Ausstattung im Bereich der Klebtechnik durch eine Niederdruckplasma (ND)-Plasmaanlage sowie ein CO2-Laser. Hierdurch können z.B. bei kundenspezifischen Anfragen neben den verschiedenen bereits vorhandenen Oberflächenaktivierungsmethoden für Kunststoffe (wie z.B. Atmosphärendruckplasma, Corona, Beflammung, usw.) auch Vorbehandlungen mit Niederdruckplasma (ND-Plasma) durchgeführt werden. Die neue ND-Plasma-Anlage „PICO“ der Fa. Diener electronic GmbH bietet dabei neben der Aktivierung von Oberflächen für Klebetechnik diverse Möglichkeiten zur Reinigung sowie Beschichtung von Oberflächen entsprechend durch Ätz- und Polymerisationsprozesse.

Niederdruckplasma PICO

Bild 1: Niederdruckplasma Typ „PICO“ für Plasma-Reinigung, Aktivierung, Ätz- sowie Polymerisationsprozesse

Der CO2-Laser Speedy 100 der Fa. Trotec Laser GmbH mit einer Leistung von 45 Watt kann für diverse Fragestellungen wie z.B. Vergrößerung der spezifischen Oberfläche eines Kunststoff-Substrats durch partielle Ablation sowie Aufschmelzen, präzises Schneiden von Klebebändern, Folien sowie Platten, Markierungsaufgaben und Freilegung von Fasern bei Faserverbundwerkstoffen eingesetzt werden.Bild 2_speedy 100_06

Bild 2: CO2-Laser Speedy 100

Der Einsatz dieser beiden Oberflächenvorbehandlungsanlagen in öffentlichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie zahlreichen industriellen Entwicklungsaufträgen komplettiert die Angebotspalette der am häufigsten eingesetzten physikalischen Oberflächenvorbehandlungsverfahren in der Kunststoffindustrie.
Das Kunststoff-Zentrum bietet außerdem zahlreiche zerstörenden und zerstörungsfreien Prüfmöglichkeiten sowie diverse Lösungen zum thermischen und klebetechnischen Fügen von polymeren Werkstoffen an. Sprechen Sie uns an.
 

Am 5. Dezember 2012 fand im Kunststoff-Zentrum (SKZ) in Würzburg ein Treffen mit zahlreichen Experten zum Thema „Fügen von Kunststoffen“ im Rahmen der jährlichen entsprechenden Expertenkreissitzung statt. Über 40 Teilnehmer aus nationalen und internationalen Unternehmen sowie dem SKZ trafen sich, um sich über den gegenwärtigen Stand der Forschung und Entwicklung sowie aktuelle und geplante Vorhaben auszutauschen.

Die Moderation und Leitung der Veranstaltung wurde von Herrn Dr. Benjamin Baudrit, Geschäftsfeldleiter „Fügen von Kunststoffen“ am SKZ, übernommen. Im Rahmen des Treffens stellten die zehn Projektleiter der Gruppe „Fügen von Kunststoffen“ ihre Schwerpunkte sowie ihre aktuellen oder geplanten Vorhaben anhand informativer Präsentationen vor. Hierbei kamen aktuelle Themen aus dem Rohrbereich, wie z.B. das Ermüdungsverhalten von Stumpfschweißungen, ebenso zur Sprache wie innovative Entwicklungen im Bereich der zerstörungsfreien Prüfung mittels Terahertz-Technik oder passiver Thermografie. Weitere Schwerpunkte bildeten das Schweißen von Fensterprofilen mittels IR, die Analyse von Siegelnähten an Folien, das Schweißen und Kleben besonderer Werkstoffe, wie z.B. WPC und Fluorkunststoffe, sowie die Forschung an Serienschweißlösungen. Die vorgestellten Themen wurden mit reger Teilnahme diskutiert.

Das Treffen und die dargestellten Projekte führten zu einem intensiven Erfahrungsaustausch mit dem Ziel, den Teilnehmern tiefergehende Einblicke in die geförderte Arbeit des SKZ im Bereich „Fügen von Kunststoffen“ zu ermöglichen. Im Gegenzug konnten die teilnehmenden Unternehmen Problematiken ansprechen, welche zukünftig in industrienahe und praxisrelevante Forschungsarbeiten umgesetzt werden können.

Der nächste Expertenkreis „Fügen von Kunststoffen“ findet voraussichtlich im Februar 2014 wieder im SKZ in Würzburg statt.

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Abb.: Teilnehmer der Expertenkreissitzung am 5. Dezember 2012

Verbesserungspotentiale in der Fertigung identifizieren und nutzen
 

Viele Kunststoffverarbeitungsprozesse werden heute noch häufig durch Erfahrungswerte oder „trial and error“ eingestellt und optimiert. Dabei hängt die Qualität des Ergebnisses vielfach vom subjektiven Empfinden des Bedieners bei gleichzeitig engen Zeitvorgaben ab. Dies liegt unter anderem daran, dass sich die komplexen Verfahren der Kunststoffindustrie analytisch nur schwer erfassen lassen. Um dennoch konkrete Zusammenhänge von Prozessgrößen zur Produktqualität bzw. Produkteigenschaften herstellen zu können, bilden softwaregestützte Auswerteverfahren einen vielversprechenden Ansatz. Diese Systeme sind in vielen anderen Bereichen der Industrie bereits im Einsatz und liefern exzellente Ergebnisse.

Das SKZ bietet derartige Prozessanalysen für alle Bereiche der Kunststoffverarbeitung an. Anhand der Prozessdaten werden die in einem Unternehmen existierenden Prozesse analysiert und modelliert sowie die Abhängigkeiten der Produktionsparameter von den Qualitätskenngrößen dargestellt. Durch diese tiefgehende Einsicht in die Prozesse lassen sich Optimierungspotentiale erkennen und umsetzen. So können anhand der Modellierung beispielsweise Prozesse sowohl auf Energie- und Kosteneffizienz als auch gleichzeitig auf Qualität optimiert werden. Eine weitere Stärke der vom SKZ eingesetzten Verfahren ist, dass gegenüber klassischen Design of Experiment (DOE) Methoden die Abarbeitung eines Versuchsplans entfällt. Es können alle beim Betrieb der Anlage ohnehin anfallenden Prozessdaten genutzt werden. Somit kann eine Prozessoptimierung ohne zusätzlichen Versuchsaufwand und ohne zusätzliche Messhardware realisiert werden.

Das SKZ analysiert die Produktionsdaten von beliebigen Fertigungsprozessen der Kunststoffindustrie. Durch die Ergebnisse werden Prozessoptimierungen anhand spezifischer Qualitätskennwerte ermöglicht. Durch neuartige Analyseverfahren wird ein vertiefter Einblick in die Prozesse ermöglicht und es werden darüber hinaus die qualitätsbestimmenden Produktionsparameter identifiziert und optimiert. Neben der Qualität kann dies auch zu Kostenoptimierungen genutzt werden. Durch die Kooperationspartner des SKZ können im Anschluss an das Projekt die entwickelten Modelle als virtuelle Sensoren in die Produktionsanlagen zur inline Analyse des Prozesses und der Produktqualität implementiert werden.

Um diese Verfahren auch für kleine und mittelständische Unternehmen zugänglich zu machen, arbeitet das SKZ eng mit der Firma atlan-tec Systems GmbH zusammen. Somit sind diese Optimierungspotenziale nicht nur großen Unternehmen vorbehalten, sondern können durch das SKZ deutlich günstiger realisiert werden.

Interessierte Industrieunternehmen können sich im SKZ bei Christoph Kugler, Tel. (0931) 4104-457, C.Kugler@skz.de, über weitere Details informieren und die Informationsbroschüre anfordern.

Bild 1 Prozessdatenanalyse

Abb.: Intelligente Prozessdatenanalyse mit Softsensoren

SKZ erweitert seine Forschungsaktivitäten im Bereich Prozessfarbmessung
 

Am Kunststoff-Zentrum SKZ in Würzburg ist ein neues Forschungsvorhaben zur innovativen Farbrezepturberechnung anhand von Inline-Schmelzefarbmessungen angelaufen. Die gewonnen Erkenntnisse sollen zukünftig dabei helfen, z. B. Chargenschwankungen oder Farb-Drifts bei der Kunststoffaufbereitung frühzeitig zu erkennen und automatisch zu korrigieren sowie den Farbnachstellprozess signifikant zu beschleunigen.

Die Farbe ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei Kunststoffen. Zur Zeit existieren mehrere Möglichkeiten, die Farbe von Kunststoffen zu messen. Die gängigste Methode ist die Offline-Messung an spritzgegossenen oder gepressten Plättchen. Die Offline-Farbmessung ist aufgrund des benötigten Zwischenschritts für die Probekörperherstellung sehr zeitaufwendig. Bei der Farbmessung am Granulat bzw. Extrudat oder in der Kunststoffschmelze während der Aufbereitung entfallen hingegen die Probekörperherstellung. Die Schmelzefarbmessung kann die Farbe sogar in Echtzeit ermitteln, wodurch eine mögliche Prozessregelung vereinfacht wird.

Dies soll der Ausgangspunkt für eine automatisierte Farbrezepturberechnung sein. Dazu hat das SKZ ein neues Forschungsvorhaben gestartet, dessen Ziel die Erkennung und Korrektur von Farbwertabweichungen z. B. durch Chargenschwankungen ist.

Die in Echtzeit gemessenen Farbwerte werden an eine Rezeptiersoftware weitergeleitet. Im Anschluss kann diese evtl. Abweichungen zum vorgegebenen Standard ermitteln. Mithilfe des Regelkreises können diese Abweichungen dann durch eine automatische Anpassung der Dosieranteile ausgeglichen werden. Für die Maschinenbediener der kunststoffverarbeitenden Industrie sollen unter Verwendung aller Ergebnisse Richtlinien erstellt werden.

Das IGF-Vorhaben 17413N der Forschungsvereinigung Fördergemeinschaft für das SKZ wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und
-entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert. Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung.

 

Farbmasterbatches

Verschiedene Farbmasterbatches zum Einfärben von Kunststoffen.

Inline-Farbrezepturberechnung

Schematische Darstellung einer automatisierten Farbrezepturberechnung. Die Farbrezepturberechnung erfolgt mit Ergebnissen aus der Inline-Schmelzefarbmessung (Spektrometer) am Ende des Extruders. Mithilfe von Kalibrierreihen und einer geeigneten gekoppelten Rezeptiersoftware kann die Steuerung der Dosiereinheiten und letztlich die Farbkorrektur erfolgen.

 

Verstärkungsfasern ermöglichen die Herstellung von Bauteilen aus thermoplastischen Matrix-Materialien mit hervorragenden mechanischen und thermischen Eigenschaften.

Für die Fertigung faserverstärkter Produkte im Spritzgieß- oder Extrusionsverfahren kommen heute überwiegend compoundierte Faser- oder pultrudierte Stäbchengranulate zum Einsatz. Mit „Direkt“-Verfahren dagegen kann die Verarbeitung von Verstärkungsfasern und Matrixmaterial zu einem Bauteil in einem Fertigungsschritt erfolgen.

Ein in Kooperation zwischen dem SKZ und ARBURG neu entwickelter, innovativer Herstellungsprozess ermöglicht die direkte Einarbeitung von Langfasern auf einer leicht modifizierten Standardspritzgießmaschine. Eine erste Umsetzung des Konzeptes war zur FAKUMA 2012 auf dem Stand von ARBURG am Beispiel eines Airbag-Gehäuses zu sehen. Über ein modifiziertes Spritzgießaggregat wurden Glasfasern in ein vollständig aufgeschmolzenes Matrixpolymer eingearbeitet. Vollständig in die Maschinensteuerung integrierte Peripheriegeräte ermöglichten eine zentrale Zusammenfassung von Parametereingaben, Überwachungswerten und Prozessdokumentationen. Am Messeaufbau konnte demonstriert werden, dass der Glasfasergehalt wie auch die mechanischen Eigenschaften (z. B. durch die Zugabe von Haftvermittlern) im laufenden Prozess veränder- bzw. anpassbar sind. Mit dem neuen Aufbau ist es möglich, verschiedene Fasern mit wählbarer Faserlänge und -gehalt dem Prozess zu zuführen. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, dass die Maschine auch nach den Modifikationen noch für „Standard“-Spritzgießaufgaben verwendet werden kann (siehe auch: Artikel ARBURG Magazin "today", Ausgabe 50/2012 ).

Zusätzliche Einsatzbereiche ermöglicht eine Adaption der Einheit zum direkten Einarbeiten von Fasern an Extrudern und Compoundern. Ergänzend zu konventionell verwendeten kompakten, rieselfähigen Kurzschnittfasern, können somit nun auch sehr lange, nicht mehr rieselfähige Schnittfasern erzeugt und definiert einem Matrixpolymer zugeführt werden. Erste Compoundierversuche zur Herstellung von Glasfasergranulaten zeigten, dass mit Hilfe des neuen Direkt-Verfahrens die durchschnittliche Faserlänge signifikant gesteigert werden kann.

Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal aller aufgezeigten Verfahrensvarianten ist die erreichbare resultierende Faserlängenverteilung. Zur vereinfachten Bestimmung der Faserlängenverteilungen wurde die vom SKZ entwickelte Software FiVer verwendet. Aufgrund der Leistungsfähigkeit von FiVer entfällt eine aufwändige Probenpräparation, so dass mehrere tausend Fasern, die gekrümmt und/oder überkreuzt sein dürfen, erfasst und analysiert werden können.

Langfasereinheit

Spritzgießaggregat mit der Einheit zum direkten Einarbeiten von Fasern (Quelle. ARBURG)

FiVer

FiVer: Analysiertes Bild mit den farblich hervorgehobenen, identifizierten Einzelfasern
 

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel setzte am 13. November in Selb den Spatenstich für das EZD.

Deutschlands größtes Kunststoff-Institut, das SKZ mit Stammsitz in Würzburg, wird in enger Kooperation mit der Industrie und erheblicher Unterstützung des Freistaats in Selb dieses deutschlandweit einmalige interdisziplinäre Zentrum aufbauen.

In einem 650 m² großen Gebäude werden zukünftig alle wesentlichen Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet „Herstellung und Charakterisierung von Dispersionen (Mischungen)“ und auch entsprechende Dienstleistungen für die Industrie angeboten.

Ganz neu in Oberfranken werden also Aktivitäten zur fokussierten Verbesserung von Dispersionstechnologien etabliert. Dieser Arbeitsschwerpunkt resultiert aus Diskussionen der initiierenden oberfränkischen Unternehmen mit dem Cluster Nanotechnologie und dem SKZ. Diesbezüglich interessante Anwendungen mit hohem Potenzial finden sich im Bereich der Energieeinsparungen wie auch bei Werkstoffinnovationen für ganz unterschiedliche Anwendungen, beispielsweise bei medizinischer Keramik, bei Metalllegierungen, bei Lacken und Druckfarben, bei Werkzeugen und Bauteilen, bei Schleifmitteln, beim Flammschutz von Polymeren, in der Elektrotechnik und Elektronik, bei Lebensmitteln und deren Verpackungen oder auch bei Papier, um einige Beispiele zu nennen, die Prof. Dr. Martin Bastian, Institutsdirektor des SKZ auf die Frage nach dem praktischen Nutzen aufzählt. Die Vielfalt an Fragestellungen zur optimalen Dispergierung bei Werkstoffen aus unterschiedlichsten Bereichen ist also enorm hoch und wird eine der Herausforderungen für Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris sein, der diese Aktivitäten des SKZ leitet.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt das EZD mit Fördermitteln in Höhe von 5,2 Millionen Euro. „Ein hochindustrialisiertes Land wie Bayern braucht eine weltweit konkurrenzfähige Industrie. Das interdisziplinäre Zentrum für Dispersionstechnologien bietet Industriepartnern – und dabei insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen – durch seine Entwicklungsarbeiten und Dienstleistungsangebote einen großen Mehrwert“, unterstreicht Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sind zunehmend mit der Herstellung eigener Dispersionen befasst. Allerdings sehen sie sich hier aufgrund der begrenzten Entwicklungskapazitäten im eigenen Haus mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert. Oft haben sie Schwierigkeiten im Auffinden geeigneter Kooperationspartner, die aber zur Bewältigung der vielschichtigen Fragestellungen unumgänglich sind. Zusätzlich bestehen häufig auch begrenzte Möglichkeiten zur zeitnahen und neutralen Erprobung verschiedener Technologien zur Herstellung von Dispersionen. Die Auswahl und das Erlernen entsprechender Analyse- und Charakterisierungsmethoden sind weitere Herausforderungen.

Eine industrienahe Anlaufstelle, an die sich Unternehmen wenden können, in der neue Ideen getestet, Mitarbeiter geschult und firmeninterne Abläufe optimiert werden, existierte bislang zu dieser immer wichtiger werdenden Thematik noch nicht. Aufgrund dessen haben sich in der Region Oberfranken mehrere Industriefirmen zusammen getan, um das große firmenübergreifende Interesse an der signifikanten Verbesserung beim Dispergieren unterschiedlichster Stoffsysteme gemeinsam mit dem bayerischen Landtagsabgeordneten Martin Schöffel voranzubringen.

Hermann Bröker, Inhaber der in Wunsiedel ansässigen Firma Dronco AG und einer der federführenden Treiber des Projekts, erläutert sein Interesse wie folgt: „Wir haben lernen müssen, wie schwierig und zeitaufwändig es ist, die richtigen Partner und Lösungen zum Thema Dispersionen zu finden. Dadurch entstand die Kernidee des Zentrums, nämlich den Entwicklern und Forschern eine schnelle und kompetente ‘state of the art-Lösung’ für Ihre individuellen Fragestellungen anzubieten. Für uns wird das EZD folglich von herausragender Bedeutung sein. Es wird uns helfen, neue Anwendungsbereiche mit neuen Werkstoffen und auch deutlich besseren Werkzeugstandzeiten zu erschließen“.

Dr. Stefan Mende, Leiter der F&E der NETZSCH-Feinmahltechnik in Selb, erläutert, dass Kunden von Netzsch die richtigen Maschinen und Anlagen für das Benetzen, Mischen, Zerkleinern, Dispergieren und Entlüften verschiedenster Dispersionen angeboten werden. Daher verfügt Netzsch zwar über das verfahrenstechnische Know-how, allerdings ist es für die Herstellung stabiler Dispersionen notwendig, die einzelnen Komponenten chemisch aufeinander abzustimmen. Ist dieses Wissen bei Kunden nicht vorhanden, benötigt dieser in der Regel einen kompetenten unabhängigen Partner. Ein interdisziplinär aufgestelltes Kompetenzzentrum in unmittelbarer Nähe wird die Lösung kundenspezifischer Probleme deutlich beschleunigen und somit Vorteile im internationalen Wettbewerb generieren.

Dr. Mende erwartet außerdem, dass das EZD bei der Weiterentwicklung und Neuentwicklung von neuen Maschinen und Maschinenkomponenten durch die angebotenen Serviceleistungen eine erhebliche Erweiterung der im eigenen Hause vorhandenen Ressourcen darstellen wird.
 
Zum Betreiben des EZD wurde in Abstimmung zwischen dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und der ortsansässigen Industrie das SKZ als erprobte Technologietransfer-Einrichtung für den Mittelstand ausgewählt. „Für das SKZ eine logische Ergänzung der bisherigen Tätigkeit in den Bereichen FuE, Analytik, Weiterbildung von Fachkräften und auch der Zertifizierung von Unternehmen“, so Prof. Bastian. „Mit dem EZD soll nun also eine interdisziplinäre Institution etabliert werden, die das Ziel hat, kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen zur Seite zu stehen und in der Folge die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen nachhaltig zu sichern“ ergänzt Prof. Bastian. „In kooperativer Zusammenarbeit mit den SKZ-Kollegen in Würzburg, mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, z. B. den Universitäten in Bayreuth, Erlangen und Würzburg und auch mit weiteren Technologietransferzentren, z. B. Cluster Nanotechnologie, Neue Materialien Bayreuth und Fürth und ganz besonders der Industrie sollen Forschung und Entwicklung, Analytikleistungen, die Ausbildung von Studenten, sowie die Fortbildung von Facharbeitern, Meistern, Technikern, Akademikern und Managern etabliert werden. Nur so wird es möglich sein, ein vernetztes Expertenteam zum Thema Dispergieren aufzubauen, das international seinesgleichen sucht“, so Dr. Wolff-Fabris.

Für den Betrieb des EZD wird dementsprechend innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Team aus verschiedenen Wissenschaftlern und Technikern, unterstützt durch administratives Personal, aufgebaut.


Kurze Vorstellung des EZD:

Zweck: Das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD) ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Technologietransferzentrum, in dem die wesentlichen Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet „Herstellung und Charakterisierung von Dispersionen (Mischungen)“ und dementsprechend auch die relevanten Dienstleistungen für die Industrie angeboten werden.

Anwendungsgebiete: Kunststoffbauteile, Lacke/Beschichtungen, Druckfarben, Nanokomposite, Keramik/Porzellan, Lebensmittel, Papier und Kosmetika sind typische Anwendungsbereiche von Dispersionen.

Gebäude: ca. 650 m² (Labore, Seminarräume und Büros). Investition: ca. € 2,3 Mio.

Ort: Selb, direkt an der A93 (Ausfahrt West).

Forschung, Entwicklung und Analytik: In drei modernen, gut ausgestatteten Laboren (Chemie-, Verfahrenstechnik- und Analytiklabor) werden in Zusammenarbeit mit akademischen oder industriellen Kooperationspartnern neue Werkstoffe entwickelt und charakterisiert. Investition: ca. € 2,5 Mio.

Weiterbildung: In den Seminarräumen des EZD, mit einer Kapazität von ca. 40 Teilnehmern pro Veranstaltung, werden sowohl praktisch orientierte Lehrgänge, bei denen Mitarbeiter von kleinen und mittelständischen Firmen geschult werden, als auch theoretisch konzipierte Seminare und Tagungen, wo das technische Wissen und neue Entwicklungen kommuniziert werden, stattfinden.

Personal: Ein interdisziplinäres Team von ca. insgesamt 10 Mitarbeitern aus verschiedenen Wissenschaftlern und Technikern, unterstützt durch administratives Personal, wird für die Aufgaben in Bereichen der Forschung und Entwicklung, Weiterbildung, Analytikleistung und Beratung zur Verfügung stehen.

spatenstich

BILD 1: Gemeinsam mit Staatssekretärin Katja Hessel (Mitte), Landtagsabgeordneten Martin Schöffel (3. v. re), Oberbürgermeister der Stadt Selb Wolfgang Kreil (re), SKZ Direktor Bastian (3. v. li), Vertretern der Industrie und  EZD Leiter Wolff-Fabris (2. v. li) wurde am designierten Grundstück in Selb der symbolische erste Spatenstich für das neue Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien gesetzt.
 

Förderbescheid

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BILD 2: Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel bei der feierlichen Übergabe des Förderbescheids an Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian und an den zukünftigen Leiter des EZD Dr. Felipe Wolff-Fabris.

Kontakt:
Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris, Leiter des Europäischen Zentrums für Dispersionstechnologien,
Friedrich-Bergius-Ring 22,
97076 Würzburg,
Tel.: 0931 4104-330,
E-mail: f.wolff-fabris@skz.de,
www.skz.de/ezd

 

Über das Kunststoff-Zentrum SKZ
Das SKZ ist eines der führenden Kunststoffinstitute Deutschlands. Als Partner der Kunststoffindustrie führt das SKZ seit mehr als 50 Jahren u. a. Qualitätsprüfungen und Gütesicherung durch. Darüber hinaus ist das SKZ Marktführer für Weiterbildung und Wissenstransfer im Bereich Kunststoff, mit mehr als 10.000 Teilnehmern jährlich. Im Bereich der Forschung werden Produkte sowie Produktionstechnologien marktgerecht entwickelt und verbessert. Nicht zuletzt bietet das SKZ mit der Zertifizierung von Managementsystemen die beste Voraussetzung für Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg. Weitere Informationen über das SKZ finden Sie im Internet unter www.skz.deexterner Link.

Das Kunststoff-Zentrum SKZ und seine Aktivitäten im Geschäftsfeld Messtechnik der Forschung und Entwicklung sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Um dieser Entwicklung weiter Rechnung zu tragen, wird demnächst ein neuer Expertenkreis Messtechnik gegründet.
 

Diesem Gremium werden ausgewählte Industrievertreter aus der Messtechnik- und Sensorbranche angehören. Der Expertenkreis dient als Bindeglied zwischen der Industrie und den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des SKZ. In ihm sollen aktuelle Themenstellungen zur zerstörungsfreien Prüfung und der Prozessüberwachung in der Kunststoffverarbeitung vorgestellt und diskutiert werden. Er übernimmt damit auch eine wichtige Lenkungsfunktion für zukünftige Aktivitäten im Geschäftsfeld. Der Expertenkreis Messtechnik wird eng mit den anderen SKZ-Gremien kooperieren. Dies gewährleistet eine enge Verzahnung zwischen der messtechnischen Expertise und den anwendernahen Expertenkreisen, um sich am realen Bedarf orientieren zu können.

Das Geschäftsfeld Messtechnik befasst sich mit der anwendungsnahen Erprobung und Entwicklung von zerstörungsfreien Prüfverfahren für Kunststoffprodukte und Prozessüberwachungsmethoden für die Kunststoffverarbeitung sowie anwendungsnaher Forschung zu wissenschaftlich tangierenden Themenstellungen. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind hierbei u. a. Softsensorik, Terahertz-Technologie, Farbmesstechnik und Ultraschallverfahren. Industrielle Dienstleistungen wie Auftragsmessungen, Machbarkeitsstudien, Beratung zu geeigneten Prüfmethoden und Messsystementwicklung runden das Tätigkeitsprofil ab.

Expertenkreis Messtechnik

Abb. 1: Aufnahme eines vollelektronischen Terahertz-Systems zur zerstörungsfreien Prüfung einer Faserverbundwerkstoffprobe mit einlaminierter Textilverstärkung in Form des SKZ-Logos.
 

Am 14. Oktober 2012 wurde in Kunshan im Rahmen der Eröffnung der Startup Factory ein weiterer Bildungsstandort des SKZ in Betrieb genommen.

Das Kunststoff-Zentrum SKZ hat seit einigen Jahren das Potential des chinesischen Marktes erkannt und seine Aktivitäten im Bereich Aus- und Weiterbildung Schritt für Schritt ausgebaut. Um sich auf dem chinesischen Aus- und Weiterbildungsmarkt nachhaltig zu etablieren, wurde in China ein Trainings Center mit entsprechend eingerichteten Technika eröffnet, so dass Praxislehrgänge u. a. zum Thema Spritzgießen und auch zum Schweißen als offene Kurse angeboten werden können.

Die hochwertige Ausstattung des Spritzgieß-Technikums ist Grundlage für eine Ausbildung mit sehr hohem Praxisbezug und gleichzeitig auf modernstem Niveau. Die Lehrgänge sind zugeschnitten auf Facharbeiter, Techniker und Ingenieure, die in China mit praktischen und leitenden Aufgaben in der Industrie betraut sind.

Das SKZ Trainings Center befindet sich in der Startup Factory in der Stadt Kunshan, Provinz Jiangsu, liegt also ca. 40 Kilometer westlich von Shanghai. Das Trainings Center bietet folglich vor allem den vielen im Großraum Shanghai angesiedelten Unternehmen aus der Kunststoff-Branche beste Voraussetzungen, Fachkräfte nach deutschen Standards ausbilden zu lassen.

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Abb. 1: Eröffnung der Startup Factory in Kunshan, China

Die Startup Factory ist ein Modell zweier deutscher Unternehmer mit langjähriger China-Erfahrung, das kleinen und mittelständischen Unternehmen einen leichten Einstieg in den chinesischen Markt durch umfangreiche Unterstützung ermöglicht. Am 14. Oktober 2012 nahm Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid im Rahmen seines Chinabe-suchs an der Eröffnung der Startup Factory in Kunshan teil. Das SKZ freute sich sehr über die Unterstützung des Ministers bei der Eröffnung des neuen Standortes.

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Abb. 2: Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid mit Geschäftsführer Harald Huberth bei der Eröffnung des neuen SKZ Trainings Centers

Im Juni bescheinigte der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) der Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e. V. die Einhaltung globaler Forderungen an ethisches und moralisches Handeln.
 

Durch die stetig wachsenden Anforderungen an Unternehmen im Rahmen ihrer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung ist ein Verhaltenskodex eine ideale Grundlage um entsprechende Prinzipien darzustellen. Der GKV-Verhaltenskodex beinhaltet sowohl Compliance-Vorgaben, als auch wichtige ethische und soziale Grundsätze.
Hierzu zählen fundamentale Regeln gegen Korruption und kartellrechtswidrige Absprachen, aber auch internationale Vorgaben wie die UN-Menschenrechtscharta und weitere anerkannte ethische Grundsätze.
Durch die festgelegten Richtlinien möchte sich das SKZ selbst zur Einhaltung globaler Forderungen an ein moralisches und umweltverträgliches Handeln sowie der Vorgaben eines wettbewerbs- und kartellrechtlich richtigen Verhaltens (Compliance) verpflichten. Dies bedeutet auch die Förderung von fairen und nachhaltigen Standards im Umgang mit Kunden und eigenen Mitarbeitern.
 
Zum GKV-Verhaltenskodex
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Maßgeschneidertes Technologie-Transfer-Zentrum voll im Zeitplan

Horb am Neckar. In Anwesenheit von Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger, dem SKZ Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian und dem für die SKZ Weiterbildung zuständigen Geschäftsführer Harald Huberth wurde am 22. Mai Richtfest gefeiert. Bildung sowie Forschung und Entwicklung weiter zu forcieren, ist das erklärte Ziel im zukünftigen maßgeschneiderten Technologietransferzentrum des SKZ in Horb am Neckar.

Neben den bisherigen Aus- und Weiterbildungsaktivitäten im Bereich der Kunststoffverarbeitung, Rohrsysteme, Anlagen- und Apparatebau werden in Horb weitere Arbeitsschwerpunkte etabliert werden, die insbesondere die im Südwesten Deutschlands ansässige Kunststoffindustrie ansprechen.

Auf einer Grundfläche von insgesamt 1.600 Quadratmetern entstehen derzeit Werkstätten für die Verarbeitung thermoplastischer Werkstoffe sowie Maschinen-, Mess- und Seminarräume.

Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten von ca. 4 Millionen Euro veranschlagt. Neben dem Land Baden-Württemberg und dem SKZ beteiligt sich auch der Bund an den Kosten. Auch die Industrie unterstützt den Aufbau der Niederlassung im Nordschwarzwald umfassend z. B. durch die kostenlose Leihgabe von Maschinen und Anlagen.

„Der Neubau in Horb beweist eindrucksvoll das enorme Potenzial des SKZ in Sachen ‚effizienter Technologietransfer’ gerade für die heimische Wirtschaft.“, freut sich Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian.

„Nach gründlicher Vorbereitung gemeinsam mit den Vertretern des Landes sind wir stolz und glücklich, dass dieses Projekt realisiert werden kann“, so Geschäftsführer Harald Huberth.

Seit nunmehr 50 Jahren begleitet das SKZ die positive Entwicklung der Kunststoffbranche. Es hat sich den Bedürfnissen des Marktes konsequent angepasst und konnte sich so mit ca. 26 Millionen Euro Jahresumsatz und 260 festangestellten MItarbeitern zum größten Kunststoff-Institut Deutschlands entwickeln.

 

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Abbildung: Der Neubau liegt voll im Zeitplan.

 

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