Zulassungsvoraussetzungen DVS-Lehrgang Fachkraft additive Fertigung DVS 3601-1

1. Allgemeines

Ziel des beschriebenen DVS-Lehrganges ist es, die Fachkraft für additive Fertigungsverfahren auszubilden.
Der Lehrgang ist thematisch gegliedert und schließt mit einer Prüfung ab.

2. Geltungsbereich

Diese Richtlinie beschreibt die Anforderungen an die Ausbildung von Fachkräften für die Herstellung von Bauteilen durch Rapid Manufacturing mit additiven Fertigungsverfahren / Fachrichtung Kunststoff. Sie legt Lehrgangsinhalte und Prüfungen der Kenntnisse sowie Fertigkeiten von Fachkräften fadditive Fertigungsverfahren Fachrichtung Kunststoff fest. Die Ausbildungsinhalte und der Ausbildungsrahmen sind durch diese Richtlinie verbindlich vorgegeben. Die Schulung und Prüfung nach dieser Richtlinie stellt sicher, dass beides einheitlich erfolgt. Sie gibt damit die technische Voraussetzung für die gegenseitige Anerkennung der Prüfung für die Fachkraft additive Fertigungsverfahren Fachrichtung Kunststoff durch die vom DVS für dieses Technologiefeld zugelassenen Bildungseinrichtungen.

3. Voraussetzungen

Die Lehrgangsteilnehmer/innen sollen in ihrer beruflichen Praxis gewohnt sein, unter Anleitung Arbeiten selbstständig auszuführen, die erforderliche Lernbereitschaft mitbringen und die Unterrichtssprache soweit beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen und die erforderlichen Prüfungen ablegen können.

Zur Prüfung wird folgender Personenkreis zugelassen:

  • Meister des Handwerks oder der Industrie
  • Techniker
  • Facharbeiter
  • Laserstrahlfachkraft nach Richtlinie DVS 1187
  • Personen mit abgeschlossener Hochschulausbildung in einem ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studienfach

Über weitere Zulassungen entscheidet der PZA-Vorsitzende.

4. Ausbildung

Die Ausbildung incl. Prüfung erfolgt in 40 Unterrichtseinheiten (UE). Die Unterrichtseinheit dauert 50 Minuten.

Der Lehrgang wird ausschließlich von Bildungseinrichtungen durchgeführt, die in Bezug auf Ausstattung und Fachkompetenz von DVS-PersZert nach Richtlinie DVS 3603 zugelassen sind.

Gliederung des Lehrgangs

UE 17  Theoretische Ausbildung
UE 20  Praktische Ausbildung und Übungen
UE   3  Prüfung


UE 40  Gesamt

 

5. Prüfung

Die für eine Durchführung von Lehrgängen und die Abnahme von Prüfungen beauftragten Personen müssen von DVS-PersZert anerkannt sein.

5.1. Zulassung zur Prüfung

Zur Prüfung werden Lehrgangsteilnehmer zugelassen,die

  1. die unter Abschnitt 3 genannten Zulassungsbedingungen erfüllen und
  2. an mindestens 90 % der Schulungsveranstaltungen gemäß Lehrplan teilgenommen haben.

Ausnahmen liegen im Ermessen des PZA Vorsitzenden.

5.2. Durchführung der Prüfung

Die Schulung schließt mit einer Prüfung in Anlehnung an Richtlinie DVS 1174 ab.

Für die Prüfung wird eine Dauer von 3 Unterrichtseinheiten vorgesehen. Die Prüfung gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil.

Die schriftliche Prüfung umfasst 1 Unterrichtseinheit und behandelt die beschriebenen Ausbildungsinhalte. Es werden 40 MPC-Fragen mit mehreren möglichen richtigen Antworten gestellt.

Die Prüfungsfragen zum praktischen Ausbildungsteil beziehen sich im Wesentlichen auf den Fertigungsprozess.

In der mündlichen Prüfung sind Kenntnisse aus allen Bereichen der Schulung (theoretische und praktische Ausbildung) nachzuweisen. Die Projektarbeit im praktischen Ausbildungsteil wird bei der Bewertung der mündlichen Prüfung herangezogen.

Die Dauer der mündlichen Prüfung soll je Teilnehmer mindestens 15 Minuten und maximal 30 Minuten betragen. Die Prüfung kann auch in Zweiergruppen durchgeführt werden.

Um die Prüfung zu bestehen, müssen mindestens 60 % der maximalen Punktzahl erreicht werden. Die schriftliche und die mündliche Prüfung haben grundsätzlich das gleiche Gewicht. Für die Gesamtbewertung werden die Ergebnisse der schriftlichen und der mündlichen Prüfung arithmetisch gemittelt.

5.3. Wiederholungsprüfungen und Einspruchverfahren

Wiederholungsprüfungen und Einspruchverfahren werden gemäß Richtlinie DVS 1174 geregelt.

6. Zeugnisse/Bescheinigungen

Bei regelmäßiger Teilnahme am Lehrgang wird dieses mit einer Teilnahmebescheinigung bestätigt. Eine Teilnahme am Lehrgang mit bestandener Abschlussprüfung wird mit einer Prüfungsbescheinigung bestätigt. Nimmt der Teilnehmer innerhalb von 2 Jahren an weiteren Fachlehrgängen (aufbauende Lehrgänge) dieser Richtlinie teil, braucht ein bereits absolvierter Grundlagenteil nicht wiederholt zu werden.

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