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Geokunststoffe

Geokunststoffe (GSY) sind Bauprodukte in Form eines Flächengebildes, eines Streifens oder einer drei­dimensionalen Struktur, bei denen mindestens ein Bestandteil aus synthetischem oder natürlichem Poly­mer­werkstoff hergestellt wird.

Diese Produkte werden in der Geotechnik eingesetzt, wo sie im Verbund mit dem angrenzenden Boden­material funktionsgerecht eingebaut werden. Unter dem Oberbegriff Geokunststoffe finden sich Produktgruppen wie Geotextile, Geogitter, Drän­matten, Dichtungsbahnen und Erosionsschutz­systeme. Ihre Funktionen sind das Trennen, Filtern, Entwässern, Bewehren, Schützen, Abdichten und der Erosions­schutz.

In vielen Anwen­dungen, wie z. B. beim Deponie­bau übernehmen Geokunst­stoffe die zentrale Dichtungs­funktion. Dort muss das Langzeitverhalten für mehr als 100 Jahre nachge­wiesen werden. Eine entsprechende Prüfung und Überwachung ist daher unumgänglich.

Unsere Leistungen umfassen die Prüfung, Produktzertifizierung und Produktüberwachung nach den entsprechenden Normen und Richtlinien. Neben den spezifischen Prüfnormen gelten für Geokunststoffe verschiedene harmonisierte Normen und Normen für die CE-Kennzeichnung.

Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Geokunststoffe und auf den jeweiligen weiterführenden Seiten die dafür typischen Untersuchungsmethoden:

Geovliesstoffe (GTX-N) bestehen aus gerichteten oder regellosen Fasern, Filamenten oder anderen Elementen. Sie können beispielsweise mechanisch, thermisch oder chemisch verfestigt werden.

Geogewebe (GTX-W) werden durch Verkreuzen von zwei oder mehr Fadensystemen, Filamenten, Bändchen oder anderen Elementen hergestellt.

Geomaschenware oder Geogewebe (GTX-K) wird durch das Verschlingen von ein oder mehr Garnen, Filamenten oder anderen Elementen hergestellt.

Geogitter (GGR) haben eine flächenhafte, polymere Struktur aus einem regelmäßigen offenen Netzwerk, dessen Zugelemente durch Extrudieren, Verbinden oder Verflechten miteinander verbunden sind und dessen Öffnungen größer als die Bestandteile sind.

Geonetze (GNT) bestehen aus parallelen Sätzen von Rippen, die unter verschiedenen Winkeln überlagert und miteinander verbunden sind und deren Öffnungen wesentlich größer sind als die Fäden oder Streben.

Geomatten (GMA) sind dreidimensionale durchlässige Strukturen aus polymeren Kunststoffdrähten (Monofilamenten) und eventuell anderen Elementen synthetischen oder natürlichen Ursprungs, die mechanisch, thermisch, chemisch und/oder anders verfestigt sein können.

Geozellen (GCE) haben eine dreidimensionale, durchlässige polymere Wabenstruktur oder eine ähnliche Zellstruktur. Sie werden aus miteinander verbundenen Geokunststoffstreifen hergestellt.

Geobänder (GST) sind polymere Streifen mit einer Breite von höchstens 200 mm, die bei geotechnischen Anwendungen und im Bauwesen in Kontakt mit Boden und/oder einem anderen Material verwendet werden.

Geospacer (GSP) sind dreidimensionale polymere Strukturen für die Schaffung eines Luftzwischenraumes beispielsweise im Boden bei geotechnischen Anwendungen oder im Bauwesen.

Geosynthetische Kunststoffdichtungsbahnen (GBR-P) sind fabrikgefertigte Flächengebilde aus geosynthetischen Materialien mit einer Dichtungsfunktion. Diese wird im Wesentlichen durch Polymere erfüllt. Sie werden bei geotechnischen Anwendungen und im Bauwesen beispielsweise in Kontakt mit Boden verwendet.

Geosynthetische Tondichtungsbahnen (GBR-C) sind fabrikgefertigte Flächengebilde aus geosynthetischen Materialien mit einer Dichtungsfunktion. Diese wird hauptsächlich durch Ton erfüllt. Geosynthetische Tondichtungsbahnen werden bei geotechnischen Anwendungen und im Bauwesen beispielsweise in Kontakt mit Boden verwendet.

Geosynthetische Bitumendichtungsbahnen (GBR-B) sind fabrikgefertigte Flächengebilde aus geosynthetischen Materialien mit einer Dichtungsfunktion, die vor allem durch Bitumen erfüllt wird. Sie werden bei geotechnischen Anwendungen im Bauwesen z. B. in Kontakt mit Boden eingesetzt.

Geoverbundstoffe für die Entwässerung (Dränmatte, GCD) sind industriell vorgefertigte, zusammengesetzte Materialien mit einer Entwässerungsfunktion, bei denen mindestens ein Bestandteil ein Geokunststoff ist.

Geoverbundstoffe für Bewehrung (GCR) sind industriell vorgefertigte, zusammengesetzte Materialien für die Funktion Bewehren, bei dem mindestens ein Bestandteil ein Geokunststoff ist.

Geofoam (GFO) ist ein Geokunststoff mit einer dreidimensionalen Struktur, hergestellt aus geschäumtem polymeren Werkstoff, meist expandiertes oder extrudiertes Polystyrol, der bei geotechnischen Anwendungen oder im Bauwesen verwendet wird.

Geokunststoffe für Erosionsschutz (GEC) umfassen viele verschiedene Produkte wie z. B. Erosionsschutzmatten, Erosionsschutzgewebe und Faschinen, hergestellt aus polymeren und/oder natürlichen Werkstoffen, die mit der Funktion Erosionsschutz in Einsatz kommen. Sie können entweder abbaubar sein oder langzeitstabil.

Produkte für Dachbegrünungen spielen eine große Rolle für ein grünes Stadtbild. Sie haben die Aufgabe, das Dach vor Wurzeln zu schützen und gleichzeitig Erde, Nährstoffe und Wasser für die Bepflanzung zur Verfügung zu stellen.