Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK

Wärmender Workshop bei sinkenden Außentemperaturen

21/09/2020

Das Kunststoff-Zentrum – SKZ, ein Institut der Zuse-Gemeinschaft, startete vor Kurzem ein anwendungsnahes Forschungsprojekt zur optimierten Materialvorwärmung in der Kunststoffverarbeitung. In dessen Rahmen lädt das SKZ am 18.11.2020 von 9:30 bis 12:00 Uhr zu einem kostenfreien Online-Workshop ein und präsentiert das neuartige Tool „OptiHeat“ zur Energieeinsparung beim Vorwärmen.

Inhalte des Online-Workshops sind:
•    Vorstellung der bisherigen Projektergebnisse
•    Testen der Beta-Version des Anwendertools „OptiHeat“ für den spezifischen Nutzen der Materialvorwärmung
•    Umsetzungsbeispiele zur Vorwärmenutzung
•    Diskussionen über Umsetzungshemmnisse in der Praxis
Die Teilnahme am Online-Workshop ist kostenfrei. Die Anmeldung für den Workshop erfolgt per Mail an den Projektleiter Herrn Julius Ort (j.ort@skz.de). Die Interessierten erhalten anschließend eine ausführliche Agenda und den Link zur Veranstaltung.


Sinnhaft eingesetzte Vorwärmung
In der Kunststoffverarbeitung ist die Vorwärmung von Granulaten und Compounds eine aussichtsreiche Technologie, um in großen Mengen vorhandene Abwärme oder erneuerbare Energie sinnvoll einzusetzen. Informationsdefizite für die konkrete Umsetzung und die damit verbundenen tatsächlichen Einsparungen, haben den Durchbruch der Technologie jedoch bislang verhindert.
Ziel des Vorhabens „OptiHeat“ (Laufzeitende: Juli 2021) ist daher die Bereitstellung eines Online-Expertensystems zum Thema Vorwärmung, das Verarbeitern geeignete Prozessparameter für die Vorwärmung und die nachfolgende Verarbeitung liefert. Das System soll Unternehmen dabei helfen, ihre spezifischen Energie- und Kosteneinsparpotenziale zu identifizieren.
Hierfür wurden verschiedene Versuchsreihen durchgeführt, um die spezifischen Vorwärmeigenschaften der Materialien zu ermitteln, die Auswirkungen auf den Verarbeitungsprozess und die Produktqualität zu bestimmen sowie die materialspezifischen Einsparpotenziale beim Compoundieren und beim Spritzgießen zu bewerten.


Mitwirken und Erkenntnisse nutzen
Über den Projektausschuss bringen sich bereits zahlreiche Unternehmen, z. B. aus der Kunststoffverarbeitung sowie der Energietechnik, in das Projekt ein und profitieren von den neuen Erkenntnissen. Weitere Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich kostenlos am Projekt zu beteiligen. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, die Arbeiten im Forschungsvorhaben mitzugestalten und sich über die aktuellen Ergebnisse zu informieren.

Das Vorhaben 20236 N „OptiHeat: Vorwärmung in der Kunststoffverarbeitung – Empirische Ermittlung materialspezifischer Kennwerte und Entwicklung eines Expertensystems“ der Forschungsvereinigung Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. (FSKZ) wird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Thermografie

Eine thermografische Aufnahme macht die in den Kunststoffsträngen enthaltene Wärmeenergie „sichtbar“. Eine Nutzung dieser Energie für beispielsweise die Materialvorwärmung ist wünschenswert.