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SKZ steigt in die Prüfung von Atemschutzmasken ein

Initiative zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie

04/05/2020

Das akkreditierte Prüflabor des SKZ hat einen Automaten zur Prüfung von Atemschutzmasken (FFP 1, FFP 2 und FFP 3) beschafft, der ab KW 22 zur Verfügung stehen wird. Mit diesem Prüfgerät können einige der wichtigsten Prüfungen, wie beispielsweise der Einatem- und Ausatemwiderstand und der Durchlass von Partikeln durch Filtermasken erfolgen.

Bereits Anfang April wurde das SKZ in Würzburg von den Behörden als systemrelevant eingestuft, da es unter anderem zahlreiche unverzichtbare Produktprüfungen für die Anwendungsbereiche Gesundheit, Hygiene und Infrastruktur durchführt. 

Aufgrund der Corona-Krise besteht derzeit ein sehr hoher Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung (PSA), wie etwa Atemschutzmasken.
Sogenannte partikelfiltrierende Halbmasken (FFP) sind ein wirksames Mittel, um die Infektionsgefahr zu reduzieren, da die Coronaviren im Wesentlichen über eine Tröpfcheninfektion übertragen werden.

Weltweit existieren jedoch Engpässe bezüglich der Produktionskapazitäten der für FFP Masken benötigten Vliese. Diese Situation führte dazu, wie jüngst in den Nachrichten vermeldet, dass Millionen fehlerhafter und somit ungeeigneter Schutzmasken aus China auf den europäischen Markt gelangt sind. Damit wird deutlich, wie wichtig es ist, diese Produkte auf deren Tauglichkeit und technische Eignung hin zu prüfen. 

„Auf Empfehlung der EU-Kommission können die Marktaufsichtsbehörden im Kontext der COVID-19-Bedrohung vereinfachte Verfahren für die Beschaffung von sogenannten Corona Pandemie Atemschutzmasken (CPA) definieren. Durch ein Schnellverfahren sollen technisch taugliche Masken zur Bereitstellung genehmigt werden“, erläutert Dr. Jürgen Wüst, stellvertretender Geschäftsführer der SKZ-Testing.

Hier setzen die Aktivitäten des SKZ an. Mit dem bestellten Prüfautomaten sollen wichtige Prüfungen aus einem reduzierten Prüfprogramm für solche CPA abgedeckt werden. So kann beispielsweise die Partikeldurchlässigkeit der Masken mit einem Paraffinölnebel, einem sogenannten Paraffin-Aerosol, mit Hilfe des Automaten geprüft werden. Durch Zerstäuben von Paraffinöl wird ein Aerosol von Paraffinöltröpfchen mit einer definierten Partikelgrößenverteilung erzeugt. Die Konzentration des Aerosols wird vor und nach dem zu prüfenden Filter gemessen. Je geringer die Durchlässigkeit der Filtermasken, desto höher ist ihre Schutzwirkung.

„Wichtig ist dabei zu wissen“, führt Wüst weiter aus, „dass wir unseren Kunden nicht nur die Erstprüfung von Schutzmasken anbieten, sondern auch eine Eingangsqualitätskontrolle für größere Anlieferungen durchführen können.“

Weiterhin unterstützt das Prüflabor des SKZ Kunden bei Anfragen zur Prüfung von diverser persönlicher Schutzausrüstung, wie beispielsweise Handschuhen, Kitteln oder Visieren als Gesichtsschutz, um einen wertvollen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu leisten.


Das unabhängige, neutrale und nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierte Prüflabor des SKZ testet Kunststoffprodukte nach über 1.000 Normen und technischen Regelwerken. Diese Prüfaktivitäten gehen meist Hand in Hand mit den Maßnahmen zur Güte- und Qualitätssicherung, welche durch die nach DIN EN ISO/IEC 17020 akkreditierte Inspektionsstelle des Typs A initiiert werden.

Überdies ist die Produktzertifizierungsstelle des SKZ nach der Norm DIN EN ISO/IEC 17065 akkreditiert und hat damit weitreichende Kompetenzen als Konformitätsbewertungsstelle nachgewiesen.

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Der stellvertretende Geschäftsführer Dr. Jürgen Wüst freut sich, dass die SKZ-Testing ihren Kunden nicht nur die Erstprüfung von Schutzmasken anbieten, sondern auch eine Eingangsqualitätskontrolle für größere Anlieferungen durchführen kann.