Nanopartikel
in-situ messen

Suspensionen in Echtzeit charakterisieren

12/10/2016

EZD als Projektpartner

 

Der steigende Bedarf bereits während des Herstellungsprozesses Suspensionen in Echtzeit charakterisieren zu können, ist die Grundlage eines kürzlich gestarteten öffentlich geförderten Projektes, welches über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert wird. Im Rahmen des Projektes entwickelt die Firma Particle Metrix GmbH als Projektkoordinator gemeinsam mit drei weiteren Partnern – darunter das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien EZD, eine Einrichtung des SKZ - ein neues Inline-Partikel-Analyse-System. Ziel des Projektes ist sowohl die Prozessoptimierung als auch die Echtzeitüberwachung während der Produktion von Inkjet-Tinten. Dies wird durch die Bestimmung der Partikelgrößenverteilung von Pigmenten in Submikron- und Nanobereichen während des Zerkleinerungsprozesses erreicht.

Als weitere Partner sind die Firma Licel, Lidar Computing and Electronics GmbH sowie das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT an dem Projekt beteiligt. Durch die Bündelung der Kompetenzen der einzelnen Projektpartner soll diese Neuentwicklung erfolgreich umgesetzt werden.
 
Die neue Messmethode basiert auf der Funktionsweise der dynamischen Lichtstreuung (DLS). Die speziell konzipierte Sonde ermöglicht erstmals den direkten Einsatz von dynamischer Lichtstreuung im Prozess, was durch eine deutlich schnellere Datenerfassung und Messungen bei höheren Konzentrationen realisiert wird.

Dazu wird das EZD umfangreiche Messungen mit dem Labormuster in den modern ausgestatteten Laboren vornehmen. Es werden dafür Inkjet-Tinten mit einer Rührwerkskugelmühle hergestellt und anschließend die Messergebnisse der neuen Sonde mit den Ergebnissen der bereits etablierten Charakterisierungsmethoden verglichen. Somit wird der erste Prototyp für den Einsatz bei der Herstellung von Inkjet-Tinten mittels einer Rührwerkskugelmühle angepasst. „Die Kompetenzen des EZD liegen in der Herstellung und Charakterisierung von Suspensionen. Somit können wir bei diesem Vorhaben die hochmoderne Laborausstattung des EZD zum Einsatz bringen - unter realen Bedingungen mit unseren Dispergierverfahren“, erklärt Dr.-Ing. Felipe Wolff-Fabris, Standortleiter des EZD.
 
Die Entwicklung sowie der Einsatz dieser neuen Messmethode ist ein wichtiger Beitrag zur erfolgreichen Einführung und Etablierung der intelligenten Produktion (Industrie 4.0).

Inkjet Ink 4



Abb.::Die Partikelgröße von Farbpigmenten ist einer der wichtigsten Aspekte von InkJet-Tinten

 

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