Mit Inhouse-Schulung zu mehr Effektivität

Das SKZ geht mit der Firma Böllhoff neue Wege in der Weiterbildung von Mitarbeitern.

Jährlich besuchen ca. 10.000 Teilnehmer eine Weiterbildungsveranstaltung des SKZ. Die meisten dieser Veranstaltungen finden an den SKZ Standorten statt. Allerdings erfreuen sich auch die Inhouse-Schulungen immer größerer Beliebtheit. Auch hier bietet das SKZ unterschiedliche Schulungskonzepte an.

In Zusammenarbeit mit der Firma Böllhoff, einem internationalen Dienstleister und Anbieter von Verbindungs-, Montage- und Systemtechnik, ist ein Schulungskonzept entstanden, das auf die individuellen Bedürfnisse von Böllhoff zugeschnitten wurde. Böllhoff arbeitet mit dem Leitrechnersystem von Arburg, das die Produktionsdaten aller Maschinen aktuell aufzeigt. Immer wieder auftretende Prozessschwankungen an Spritzgießmaschinen sollten verringert bzw. ganz behoben werden. Ziel war es daher, die Mitarbeiter so zu schulen, dass eventuell auftretende Fehlermeldungen methodisch und systematisch bearbeitet werden, um Stillstandszeiten zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.

Der Leiter des Bereichs Spritzgussfertigung bei Böllhoff, Nikita Kroll, konkretisiert: „Es ist uns wichtig, dass sich unsere Mitarbeiter direkt mit den hergestellten Produkten identifizieren. Das Trouble-Shooting sollte daher auch ganz praktisch in kleinen Gruppen an der ihnen bekannten Maschine stattfinden. Die Schulung hatte das Ziel, das systematische Vorgehen und ganzheitliche Betrachten der Prozesse zu verstärken. Wir wollten erreichen, dass Probleme insgesamt besser analysiert werden, um sie dauerhaft zu beseitigen“, so Kroll.

Praktische Inhouse-Schulungen sind meistens etwas schwieriger in der Umsetzung – allerdings bieten sie für das betreffende Unternehmen auch viele Vorzüge. „Der besondere Vorteil liegt darin, dass wir uns ganz individuell sowohl auf die Mitarbeiter, als auch auf ihre ganz persönlichen fachlichen Fragen einstellen können – und das direkt vor Ort - am eigenen Arbeitsplatz und an der vertrauten Maschine!“, fasst SKZ Trainer Tanju Bastürk zusammen.

Begonnen wurde theoretisch mit den Themen Spritzgießzyklus, Spritzgießfehler, 4M Methode, Messgrafiken und methodische Vorgehensweise.

Gemeinsam mit dem SKZ Trainer wurden die Maschinen mit Prozessschwankungen anschließend genau definiert und dann methodisch optimiert. Es stellte sich schnell heraus, dass der Hauptansatzpunkt zur Prozessoptimierung die Messgrafiken waren. „Einen Prozess ganzheitlich zu betrachten ist wichtig, um Fehlerquellen benennen zu können. Allerdings sollte der Mitarbeiter in der Lage sein, sich aus Zeitgründen auf bestimmte Fehler zu fokussieren, um schnell zum Ziel zu kommen. Dabei helfen die Messgrafiken, die beispielsweise Druckverläufe, Geschwindigkeits- und Kraftverlauf zeigen!“, erläutert Bastürk.
 

 

Abb. 1: Praxisbezogene Weiterbildung direkt vor Ort!

„Ich habe in den zwei Tagen gelernt, viel systematischer an die Fehlerbehebung heranzugehen. Das Lesen und Bewerten der Messgrafiken und das Arbeiten mit den Kurven wird dadurch jetzt immer mehr zur Routine, sodass die Fehlerquellen deutlich schneller wahrgenommen werden und die Maschinen insgesamt besser laufen“, fasst Böllhoff Mitarbeiter Necati Pamuk die Ergebnisse der Inhouse-Schulung zusammen. „Dadurch, dass der Trainer so praxisbezogen geschult hat, habe ich sehr schnell gelernt“, ergänzt Pamuk und Kroll fügt abschließend hinzu: „Die Schulung war ein voller Erfolg! Wir konnten erreichen, dass unsere Prozesse jetzt noch reibungsloser laufen, die Durchlaufzeiten verkürzt wurden und die Produktion insgesamt viel ruhiger läuft.“
 

 

Abb. 2: Böllhoff Mitarbeiter Necati Pamuk (links im Bild) mit SKZ Trainer Tanju Bastürk

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