Antimikrobielle Kunststoffe: SKZ und MedTech forschen weiter!

„Die wichtigste Waffe der Menschheit gegen gefährliche Bakterien ist stumpf geworden“, so beschreibt Karsten Polke-Majewski in seinem Artikel „Das Wundermittel wirkt nicht mehr“ in der Zeit Online den Einsatz von Antibiotika heutzutage.

Es zeigt sich mittlerweile, dass die Gefahr von Infektionen durch multiresistente Krankheitskeime nicht nur allgegenwärtig, sondern auch akut ist, insbesondere in sanitären Einrichtungen und Krankenhäusern. Abhilfe könnten hier antimikrobielle Oberflächen leisten. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickelt das SKZ zusammen mit dem Lehrstuhl für Medizintechnik (MedTech) der TU München antimikrobielle bzw. selbst-desinfizierende Kunststoffoberflächen auf Basis von Titandioxid.

Die antimikrobielle Eigenschaft des entwickelten Materials basiert auf der photokatalytischen Wirkung des TiO2. Im Gegensatz zu den üblichen TiO2-Beschichtungen wird bei diesen Forschungsarbeiten das nanoskalige Wirkadditiv direkt in die Polymermatrix eingearbeitet. Am Beispiel von Polypropylen wurde bereits die antimikrobielle Wirkung von TiO2 in Kunststoffen erfolgreich nachgewiesen. Die Eignung der für den Hygiene- und Sanitärbereich relevanten Kunststoffmatrizen für ein antimikrobiell wirkendes TiO2 wird in einem Anschlussprojekt umfassend untersucht.

Das Projekt wurde im April 2016 gestartet und läuft bis März 2018. Es wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung.

 

Abb.: Das SKZ und MedTech erforschen antimikrobielle Kunststoffe

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK