Biokunststoffe etablieren – Das SKZ unterstützt!

Biokunststoffe liegen im Trend! Die Nachfrage nach Biokunststoffen, seien es biologisch abbaubare Materialien oder Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, steigt kontinuierlich. Biokunststoffe können inzwischen wie Standardkunststoffe modifiziert werden, so dass sie, zumindest theoretisch, in allen Lebensbereichen eingesetzt werden können.

Nichtsdestotrotz erfordert die Verarbeitung von Biokunststoffen eine große Menge an speziellem Know-How. Dabei ist die Informationsbasis für diese neue Werkstoffgruppe noch relativ gering. Aus diesem Grund wurde vor drei Jahren ein Konsortium aus Instituten und Hochschulen gegründet, das sich im Rahmen eines Projekts der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. dieser Problematik annahm und für eine Vielzahl an kommerziell verfügbaren Biokunststoffen Prozess- und Verarbeitungsparameter untersuchte. Das SKZ Würzburg, das Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover (IfBB), das Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung (IAP) und die Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz (SLK) veröffentlichten vor kurzem ihre Ergebnisse in einer kostenlosen Broschüre und in einer frei zugänglichen Online-Datenbank (www.biokunststoffe-verarbeiten.de).

Um die Ergebnisse nun zu verbreiten und den Biokunststoffen industriell die notwendige Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen, stellte der Projektträger, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), weitere Mittel zur Verfügung, die es den Projektpartnern erlauben, gezielt auf die Fragestellungen der Industrie einzugehen. Das SKZ beschäftigt sich beispielsweise bereits seit Jahren mit dem Schweißen und Kleben, dem Compoundieren, der Extrusion sowie dem Spritzgießen und der additiven Fertigung von Biokunststoffen. Sie sind als Verarbeiter herzlich eingeladen, die Projektpartner mit Ihren Fragestellungen zu Biokunststoffen zu kontaktieren. Oft führt das SKZ auch kostenlos erste wegweisende Untersuchungen für deutsche Unternehmen durch, da dies ermöglichen soll, im Nachgang innovative Ideen und Produkte effizienter zu entwickeln. Wichtig ist hierbei, dass die grundlegenden Ergebnisse allen interessierten Verarbeitern von Biokunststoffen zugutekommen.

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Abb.: Projektpartner (von links): Herr Buschbeck (SLK), Herr Dr. Rinberg (SLK), Herr Neudecker (IfBB), Frau Dr. Wascher (FNR), Herr Dr. Lehmann (IAP), Herr Prof. Dr. Endres (IfBB), Herr Dr. Gabriel (FNR), Herr Dr. Ganster (IAP), Herr Hoffmann (SKZ) und Herr Dr. Baudrit (SKZ)

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