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SKZ bringt Experten der Kleb- und Oberflächentechnik zusammen

16/11/2020

Das Kunststoff-Zentrum SKZ hat seine Aktivitäten zum Technologietransfer, wie z. B. Aus- und Weiterbildungsaktivitäten, Tagungsveranstaltungen und Sitzungen projektbegleitender Ausschüsse von Forschungsvorhaben, in den letzten Monaten vermehrt durch Online-Formate ergänzt. In besonderem Maße gilt dies für traditionell sehr teilnehmerstarke Veranstaltungen, zu denen unter normalen Umständen Firmenvertreter aus den unterschiedlichsten Regionen persönlich zusammenkommen. Vor diesem Hintergrund fand auch der sechste SKZ-Expertentreff „Kleben und Oberflächentechnik für Kunststoffe“mit mehr als 40 Teilnehmern in diesem Jahr in virtueller Form statt. 

Im Fokus dieses Expertenkreises steht alljährlich der fachliche Austausch zu industriell relevanten Themen der Oberflächen- und Klebtechnik: Angefangen bei der Vorbehandlung von Kunststoffoberflächen mittels Plasma, Corona-Entladung bzw. Beflammen über die anschließende Charakterisierung (Oberflächenenergie, chemische Zusammensetzung, Rauheit) sowie die Klebtechnik (Auswahl und Eigenschaften von Klebstoffen, Verarbeitungsbedingungen) bis hin zur Alterung und Prüfung der Klebungen (Bruchbilder, chemische Analyse, Grenzflächenphänomene etc.).
Zum Start des Vortragsprogramms gab Dr. Heiko Fauser (Panacol-Elosol GmbH) einem Einblick in die Herausforderungen bei der Klebstoffformulierung für das Kleben auf Kunststoffen. Darauf aufbauend informierte Heinrich Leicht (SKZ) anschließend über Herausforderungen und Potenziale bei der Modifizierung von Silikonen mit elektrisch leitfähigen Füllstoffen. Julian Hessebach (SKZ) schloss den Vortragsblock „Kleben“daraufhin mit einem Beitrag zum Dämpfungsverhalten geklebter, verstärkter Kunststoffverbindungen ab. Da Klebprozesse in vielen Fällen durch einen vorgelagerten Aktivierungsschritt begleitet werden, gab Marc Jacobs (Molecular Plasma Group) noch einen Einblick in die physikalische Oberflächenvorbehandlung mittels MolecularGRIPTM-Technologie, mit der sich auch sehr empfindliche Substrate erfolgreich vorbehandeln lassen.
Zum Abschluss der Sitzung berichteten mehrere Experten des SKZ über Ergebnisse aus ihrer aktuellen Forschung im Bereich der Kleb- und Oberflächentechnik und stellten geplante Forschungsaktivitäten zur Diskussion.

„Wir sind sehr an einem regen fachlichen Austausch mit unseren Partnern interessiert, um unsere Forschung noch praxisnäher auszurichten. Unsere jährlich stattfindenden Expertenkreise "Kleben und Oberflächentechnik" sowie "Schweißen von Kunststoffen" bieten hierfür beste Voraussetzungen", erläutert Dr. Benjamin Baudrit, Leiter der Bereiche „Fügen und Oberflächentechnik“und „Produkte und Prozesse“am SKZ –einem Institut der Zuse-Gemeinschaft.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Eduard Kraus, Leiter der Forschergruppe „Fügen und Oberflächentechnik“. Im Hinblick auf die kommende Veranstaltung gibt Kraus bereits bekannt: „Wenn es die gesundheitliche Lage zulässt, wird es im kommenden Jahr wieder eine Präsenzveranstaltung am SKZ geben. So können wir unseren Partnern einen tieferen Einblick in unsere Labore und Technika bieten und auch der Networking-Aspekt kommt wieder deutlich stärker zum Tragen.“Die nächste Sitzung ist für September 2021 geplant. Interessenten aus der Industrie sind herzlich eingeladen, dem Gremium beizutreten.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Benetzung_SKZ_web

(Quelle: SKZ)