Toleranzgrößen für die Prozessüberwachung

Maßgeschneiderte Weiterbildung am SKZ

21/12/2018

"Wie legen Sie die Toleranzbänder für die Überwachungsgrößen an Ihren Spritzgießmaschinen fest? Diese Frage wurde sicherlich schon oft bei dem einen oder anderen Audit oder bei einer Zertifizierung gestellt. Aber was haben Sie geantwortet? Konnten Sie Ihre Antwort dabei auf eine methodische bzw. systematische Herangehensweise stützen? Falls nicht, bietet das SKZ ab sofort mit dem Kurs ‚Toleranzgrößen für die Prozessüberwachung systematisch ermitteln‘ eine maßgeschneiderte Weiterbildung, die Ihrem Unternehmen direkt zu Gute kommen wird“, so Bernhard Hennrich, Gruppenleiter Spritzgießen & Additive Fertigung über das neue SKZ Angebot.

Aus der gängigen Praxis heraus werden Überwachungsgrößen so lange „optimiert“, bis die Maschinen nahezu keine Stillstandszeiten mehr haben. Die protokollierten Werte auf den Qualitätsüberwachungsseiten der Maschinensteuerung liegen dann im grünen Bereich und grün bedeutet ja erstmal: keine Störung! Diese sicherlich überspitzte Darstellung trägt dennoch einiges an realem Alltag in sich.
Doch wie lassen sich dann die für die Bauteilqualität maßgeblichen Überwachungsgrößen und aufbauend darauf die Toleranzbänder sinnvoll identifiziert und einstellen?

Die Schmelzetemperatur z. B. hat beim Spritzgießen einen entscheidenden Einfluss auf die Bauteilqualität; lässt sich aber in der Regel nicht oder nur mit hohem Aufwand genau ermitteln. Die eingestellte Zylindertemperatur an der Maschine liefert leider keine exakten Aussagen über die reale Massetemperatur. Vielmehr zeigen auch Schneckendrehzahl, Staudruck und Einspritzgeschwindigkeit auf der Maschinenseite sowie das Verteilersystem und der Anschnitt auf der Werkzeugseite erheblichen Einfluss auf die Schmelzetemperatur. Die Verweilzeit und grundsätzliche Materialeigenschaften mit Chargenschwankungen kommen hier als Einflussgrößen noch dazu. In Kombination mit der sehr guten Regelung moderner Maschinen ist daher eine Überwachung der Zylindertemperatur nur bedingt geeignet, um Rückschlüsse auf die Bauteilqualität zu ziehen.

Der am SKZ neu konzipierte und im Oktober 2018 erstmals durchgeführte Kurs „Toleranzgrößen für die Prozessüberwachung systematisch ermitteln“ beschäftigt sich genau mit den oben geschilderten Fragestellungen. Die Teilnehmer erlernen anschaulich, die maßgeblichen Parameter zu analysieren und zu bewerten. Neben den theoretischen Grundlagen erfolgt im praktischen Teil auch die direkte Umsetzung auf einen realen Prozess und ein reales Produkt.

SKZ Kursleiter Robert Held: „Das nächste Audit steht sicherlich bald vor der Türe. Wenn Sie dann auf die Frage nach den Überwachungsgrößen fundiert antworten möchten, besuchen Sie den nächsten Kurs am 27. und 28. November 2019 oder kontaktieren Sie die Experten des SKZ für eine individuelle Terminabsprache oder In-house-Schulung“.

Toleranzgrößen

Neben den theoretischen Grundlagen erfolgt im praktischen Teil auch die direkte Umsetzung auf einen realen Prozess und ein reales Produkt.

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK