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Thermografie (TT)

Einsatzgebiet:

Bei der Thermografie wird die abgestrahlte temperaturabhängige Infrarotstrahlung ortsaufgelöst und berührungslos mittels einer Thermografiekamera erfasst. Im Gegensatz zur passiven Thermografie, bei der z. B. produktionsprozessbedingte Wärmeflüsse genutzt werden, wird bei der aktiven Thermografie das Bauteil zusätzlich gezielt von außen thermisch, mechanisch oder induktiv angeregt. Die Thermografie eignet sich somit sowohl zur prozessbegleitenden Prüfung als auch für klassische ZfP-Aufgaben. Sie ist v. a. zur Detektion oberflächennaher Fehler in dünnwandigen Bauteilen mit homogener Struktur prädestiniert.

Thermografie_Pruefverfahren

Ergebnisse der Prüfmethode:

Fehler oder strukturelle Inhomogenitäten im Bauteil beeinflussen den Wärmefluss in das Bauteilinnere und führen dadurch zu detektierbaren lokalen Temperatur-unterschieden an der Oberfläche. Somit werden Unterschiede in der Wärmekapazität und -leitfähigkeit erfasst, die sich aus Fehlstellen wie z. B. Poren, Lunkern, Rissen aber auch Delaminationen und Ondulationen ergeben.

Systemausstattung:

Produktbezeichnung:Vario Cam hr (Fa. Infratec GmbH)
Temperaturbereich:-40 - 1.200 °C
Temperaturauflösung:0,05 K bei 30 °C
Messanordnung:Durchstrahlung, Reflexion
Kleinste erkennbare Defektgröße:Defektgröße ≥ Tiefenlage im Prüfobjekt
(Erfahrungswert, abhängig vom speziellen Anwendungsfall)

Relevante Normen (Auszug):

DIN EN ISO 9712:2012, DIN 54192:2010-11