Kernspinresonanzmethoden (NMR, MRT)

Die Kernspinresonanz (engl. nuclear magnetic resonance, NMR) ist ein Messverfahren, bei dem direkt die magnetischen Eigenschaften von Atomkernen vermessen werden. Dazu wird eine Probe in einem statischen äußeren Magnetfeld durch ein hochfrequentes Wechselfeld angeregt. Hierbei nehmen die magnetischen Momente der Atomkerne Energie auf, welche sie bei ihrer Relaxation in den Ursprungszustand wieder in Form von elektromagnetischer Strahlung abgeben. Diese ist charakteristisch für den jeweiligen Atomkern und kann als elektrisches Signal in einer Hochfrequenzspule gemessen werden. Der Wasserstoffkern ist der für NMR-Messungen sensitivste Kern. Neben der reinen NMR-Spektroskopie können auch ortsaufgelöste Messungen durchgeführt werden, wie z. B. bei der Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT).

Kernspinresonanz-NMR

Im Bereich der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) an Kunststoffen lassen sich mit der NMR wichtige Kennwerte ermitteln:

  • Struktur, Porengrößen und -verteilung
  • Molekülkettenbewegung
  • Dichte, Vernetzungsgrad, Kristallinität
  • Fließverhalten, Viskosität
  • Wassergehalt/-verteilung
  • Quellverhalten
  • Temperatur

Das SKZ arbeitet in diesem Bereich eng mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS zusammen.

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