Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK

Reibungsminimierung durch den Einsatz Schmierstoff-gefüllter Mikrokapseln

Hohe Reibungskräfte sind eine der häufigsten Ursachen für Schadensfälle bei tribologisch beanspruchten Kunststoffbauteilen. Reibungsminderung, Verschleißschutz und damit letztlich auch die Senkung des Energieverbrauchs sind somit eine wesentliche Aufgabenstellung zur Verlängerung der Lebensdauer der eingesetzten Bauteile verbunden mit einer Schonung von Ressourcen. Die derzeit verfügbaren reibungsmindernden Additive beschränken sich überwiegend auf Trockenschmierstoffe. Demgegenüber bieten flüssige/pastöse Schmiermittel den Vorteil einer besseren Verteilung im Bedarfsfall. Sie können bisher jedoch ausschließlich durch externe Zugabe oder aufwendige Vorrichtungen dosiert werden.

Mikroverkapselte Flüssigschmierstoffe können wie Trockenschmierstoffe eingesetzt werden, wirken aber nach ihrer Freisetzung wie Öle. Im vorliegenden Forschungsvorhaben sollen mit Schmierstoffen gefüllte Mikrokapseln entwickelt und in Kunststoffe eingearbeitet werden. Bei mechanischer Beanspruchung werden die Schmierstoffe aus den Kapseln freigesetzt, so dass die Reibung minimiert werden kann.

MikrokapselnFV732 Probe 7 1000fach36

Dazu werden zunächst die Verarbeitungsparameter zur Herstellung der Mikrokapseln optimiert. Im Folgenden ist die Einarbeitung der Kapseln in Kunststoff sowie dessen Verarbeitung zu untersuchen, da während Compoundierung/Spritzgießen idealerweise keine Schädigung der Mikrokapseln eintreten soll. Die Schmierwirkung der Mikrokapseln ist schließlich an geeigneten Probekörpern zu verifizieren.

Die Ergebnisse des Vorhabens erlauben den betroffenen Firmen sowohl die Entwicklung neuer als auch die Optimierung bestehender tribologisch beanspruchter Teile. Von den Resultaten profitieren vornehmlich Schmierstoffhersteller, Mikrokapselhersteller, jedoch auch kunststoffverarbeitende Unternehmen wie z.B. Spritzgießer im Bereich Lebensmittel- und Medizintechnik oder Automobilzulieferer sowie weitere Hersteller tribologisch beanspruchter Bauteile, die alle mit überwiegender Mehrheit zu den KMU gehören.

Das IGF-Vorhaben 19921 BG der Forschungsvereinigung FSKZ wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Unternehmen, die an dem Projekt interessiert sind, können gerne Kontakt mit dem SKZ aufnehmen.

AIF LogoIGF Logo