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Beurteilung der visuellen Wahrnehmung von Kunststoffprodukten

Kaufentscheidungen von Produkten werden neben der Funktionalität maßgeblich von Design und Farbgebung beeinflusst. Deshalb wird bereits während der Entwicklungsphase von Produkten auf eine ästhetische Abstimmung der Komponenten im Nahsichtbereich geachtet. Hierbei ist das optisch harmonische Zusammenspiel von unterschiedlichen direkt nebeneinander verbauten Komponenten und Materialien eine große Herausforderung.

Zu den gängigen Kriterien bei der industriellen Qualitätsbeurteilung von Kunststoffteilen zählen die Farbe und der Glanz. Die visuelle Wahrnehmung eines Objekts (Appearance) ist jedoch nicht nur von der Farbe und dem Glanz abhängig, sondern z. B. auch von der Struktur. Mit den konventionellen Prüfmethoden ist es derzeit nicht möglich, den visuellen Gesamteindruck der subjektiven Wahrnehmung entsprechend, wie er vom Auge aufgenommen und vom Gehirn interpretiert wird, darzustellen. Aus diesem Grund ist es erforderlich, die komplexen Zusammenhänge der Parameter Farbe, Glanz und Struktur grundlegend zu untersuchen.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens entwickelt das Kunststoff-Zentrum SKZ in Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg – Lehrstuhl für Psychologie III eine Appearance-Richtlinie, die die komplexen Zusammenhänge der Parameter Farbe, Glanz und Struktur auf den visuellen Gesamteindruck von Kunststoffprodukten beschreibt. Diese Richtlinie erlaubt eine transparente Kommunikation z. B. zwischen dem Masterbatchlieferanten und dem Hersteller. Zudem können Messgerätehersteller diese Richtlinie nutzen, um geeignete Messgeräte für die Industrie zu entwickeln.

Das IGF-Vorhaben 20094 N der Forschungsvereinigung FSKZ wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Unternehmen, die an dem Projekt interessiert sind, können gerne Kontakt mit dem SKZ aufnehmen.

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