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Entwicklung eines Verfahrens zur kontinuierlichen Extraktion von kritischen Substanzen aus Altpapierstoffen mittels überkritischem CO2 im Extruder

Altpapier ist in Deutschland der wichtigste Rohstoff zur Herstellung von Papier- und Kartonprodukten. Hierdurch werden im Vergleich zur Herstellung aus Frischfasern deutlich weniger Wasser, Holz und Energie eingesetzt, wodurch diese Ressourcen geschont und die Nachhaltigkeit verbessert wird. Durch den Einsatz von Altpapier können jedoch auch kritische Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Mineralöle, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Bisphenol A, Pentachlorphenol (PCP), Phthalate und Diisopropylnaphthalin (DIPN) in den Papierkreislauf eingetragen werden. Insbesondere bei Lebensmittelverpackungen dürfen einige dieser Stoffe bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten, da eine Migration der Stoffe aus den hergestellten altpapierhaltigen Produkten in das verpackte Lebensmittel stattfinden kann.

In Kooperation mit dem Fachgebiet „Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik“ der TU Darmstadt wird die Extraktion von kritischen Inhaltsstoffen aus Altpapier durch eine in der Kunststoffbranche übliche kontinuierliche Prozessführung mittels Extruder untersucht. Ziel ist die Entwicklung eines effizienten Verfahrens für die Papier- und papierverarbeitende Industrie basierend auf einer Extraktion mittels überkritischem CO2 (scCO2).

Das IGF-Vorhaben 19148 N der Forschungsvereinigung „Kuratorium für Forschung und Technik der Zellstoff- und Papierindustrie im VDP e. V.“ wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.