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LignoSandwich – Grüne Zukunft

Die steigende Knappheit fossiler Rohstoffe und das damit einhergehende Bewusstsein für nachhaltige Ressourcennutzung ist mittlerweile in nahezu allen industriellen Bereichen ein wachsender Themenschwerpunkt. Neben klassischen Energieträgern werden zunehmend auch erdölbasierte Kunststoffe bei der Herstellung von Konsumprodukten durch biobasierte Werkstoffe ersetzt. Faserverstärkte Kunststoffe zeichnen sich durch ihre hohen mechanischen Eigenschaften bei einer vergleichbaren niedrigen Dichte aus.

Im Rahmen des Forschungsvorhaben „LignoSandwich“, eingebettet im Spitzencluster „BioEconomy“, wurde das SKZ mit der Aufgabe vertraut, eine Wissensbasis für die Qualifizierung und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften in Bezug auf die Verarbeitung von Naturfasern und biobasierten Harzsystemen zu schaffen und somit an der Etablierung neuer Werkstoffe am Markt mitzuwirken. Grundlage für dieses Vorhaben sind die seit vielen Jahren gesammelten Erfahrungen durch Forschungs- und Entwicklungsleistungen, Expertisen, Produktprüfungen und -entwicklungen und natürlich der Aus-und Weiterbildungsaktivitäten auf dem Gebiet der Kunststofftechnik, insbesondere der faserverstärkten Kunststoffe (FVK).

Während der Erarbeitung des neuen Aus- und Weiterbildungsangebotes legte das SKZ besonderen Wert auf das stark praxisorientierten Lehrgangskonzept und integrierte neue Lehrmethoden in den theoretischen und praktischen Unterricht um die Attraktivität und Aufnahmefähigkeit zu steigern.

Dem Lehrgangsteilnehmer wird umfangreiches Wissen über die Zukunftstechnologie Naturfaserverbundkunststoffe in kompakter Form vermittelt. Durch die Integration des großen Praxisanteils in das Lehrgangskonzept wird der vermittelte theoretische Lernstoff durch Übungen und Praxisbeispiele vertieft und der Teilnehmer automatisch in seinem Lernprozess unterstützt.

Es wird auf aktuell verfügbare biobasierte Matrixsysteme, natürliche Verstärkungsfasern und die daraus hergestellten textilen Halbzeuge eingegangen. Unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden werden schwerpunktmäßig durch die Herstellung von monolithischen Laminaten und sphärischen Sandwichbauteilen behandelt. Um die gesamte Prozesskette von NFK-Bauteilen zu betrachten, wird zusätzlich der Aspekt des Fügens von Verbundwerkstoffen implementiert.

Ziel des Lehrgangs ist es, den Umgang mit neuen Materialien zu vereinfachen, Vorteile aufzuzeigen, aber auch Nachteile nicht zu verschweigen. Somit können in Summe Alternativen zu konventionellen endlichen Ressourcen verdeutlicht werden. Aufgrund der stetig wachsenden Anwendungsfelder von FVK in den verschiedensten Industrien ist dieser neu entwickelte Lehrgang für unterschiedlichste Zielgruppen attraktiv.