Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK

Additiv gefertigte Kopforthesen

- LS
- Orthopädietechnik
- ...

Kind mit LagerungsplagiocephalusDer Lagerungsplagiocephalus (siehe Bild) entsteht durch die einseitige Lagerung des Hinterkopfes. Dadurch entwickelt sich auf dieser Seite eine okzipitale Abflachung, das Ohr kann auf derselben Seite frontal verschoben sein. Zusätzlich kann es auch zum ipsilateralen Hervortreten der Stirn - dem sogenannten frontalen bossing - kommen. Die entstehende Kopfform erinnert in der Aufsicht an ein Parallelogramm.

Für eine 360°-Erfassung des Kopfes werden bei einem an der Universitätsklinik Würzburg genutzten System fünf Kamerastationen in einer justierten Messeinrichtung mit rechteckigem Grundriss verwendet.

Zeitgleich wird in diesem Verfahren der kindliche Schädel von allen Kameras digital fotografiert. Aufgrund der gewonnen Bilddaten wird computergestützt ein virtuelles 3D-Oberflächenmodell errechnet. Da die Kopfbehaarung die eigentliche Schädelform kaschieren kann, wird bei der Aufnahme eine enganliegende, dünne Mütze getragen. Das System benötigt nur 1,5 ms für die eigentliche Aufnahme und eignet sich daher auch für Aufnahmen bei Kleinkindern. Der Messfehler beträgt maximal 0,2 mm.

Additive Fertigungsverfahren bieten viele konstruktive Freiheitsgrade und ermöglichen heute, individuelle Kunststoffformteile kostengünstig zu fertigen. Für Kopforthesen bieten derartige Verfahren unter anderem die Möglichkeit, die Formgebung von der Innenschale auf die Außenschale zu verlagern und somit eine nicht formgebende, herausnehmbare und auswechselbare Polsterung im Innenbereich einzusetzen. Darüber hinaus kann die Wärmeabfuhr deutlich verbessert und die Fertigungsgenauigkeit erhöht werden. P1000294 Der additiv gefertigte Helm wird vor Lieferung an das Craniofaciale Zentrum Würzburg in der Werkstatt der Firma Efinger endmontiert. Hierbei wird der innovative Magnetverschluss der Firma Fidlock verklebt. Dieser Verschluss ist durch das Magnetprinzip verschleißfrei, sehr komfortabel und reproduzierbar für die Eltern einzusetzen. In den Helm wird eine luftdurchlässige Polsterschicht eingeklebt und in einer umlaufenden Nut fixiert.

Die Firma Efinger ist ein langjährig erfahrenes, mittelständisches Orthopädietechnik- Unternehmen mit den Schwerpunkten Kinderorthetik und –prothetik. Sie arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem Lehrstuhl für Orthopädie der Universität Würzburg zusammen .https://www.efinger-ot.de/


Das CFCW ist eine langjährig etablierte Kooperation der pädiatrischen Neurochirurgie, der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Würzburg. Es verfügt über einen umfangreiche Expertise in der Diagnostik sowie der operativen und konservativen Therapie von Patienten mit Fehlbildungen des Gehirn- und Gesichtsschädels. www.ukw.de