
Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Die Anfänge des SKZ liegen 50 Jahre zurück, in einer Zeit, in der Kunststoffe als Werkstoffe der Zukunft entdeckt wurden.
1961 - Der Startschuss am 20. Januar
Am 20. Januar 1961 fand in München ein Schulterschluss zwischen Industrieunternehmen der Kunststoff-Branche, Handwerksbetrieben und behördlichen Stellen statt. In einer gemeinsamen Aktion gründeten sie die Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum - FSKZ e.V. Ziel war die Ausbildung und Fortbildung des Ingenieurnachwuchses für die Kunststoff-Industrie sowie von Fachkräften aus Industrie, Handwerk und Handel.
1962 - Die Anfänge in der staatlichen Hufbeschlagschule
1962 erwarb die Bayerische Landesgewerbeanstalt das leerstehende Anwesen der ehemaligen staatlichen Hufbeschlagschule in der Frankfurter Straße in Würzburg und vermietete es an das SKZ. Die Schulungswerkstätten und Technika wurden mit modernsten Maschinen und Geräten ausgestattet. Hierfür wurde dem SKZ bereits damals umfassende Unterstützung durch Leihgaben der Industrie gewährt.

In unmittelbarer Nähe entstand ein Studentenwohnheim, errichtet durch die Carl-Duisberg-Gesellschaft. Nach der Übernahme durch das SKZ im Jahr 1990 dient das Wohnheim bis heute als Herberge für internationale Lehrgangsgruppen, Studenten, Praktikanten, Diplomanden und Auszubildende.
1964 - Das SKZ wird anerkannte Prüfstelle
Die dringende Notwendigkeit, Qualität von Kunststoffprodukten durch Normen und Richtlinien sowie umfassende Prüfungen auf ein hohes Niveau zu heben, wurde immer deutlicher. Das SKZ war bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen.

1965 - Fortbildungsprogramme für Entwicklungsländer
Ab 1965 wurden Fach- und Führungskräften aus Entwicklungsländern Fortbildungsprogramme angeboten. Bereits 1968 hatten Teilnehmer aus mehr als 30 Ländern an Lehrgängen teilgenommen und das Renommee des SKZ über die Landesgrenzen hinaus getragen.
Die 70er Jahre
Die Kunststoff-Industrie nutzte die Dienstleistungsangebote des SKZ immer umfassender. Deshalb sah sich die Institutsleitung 1972 veranlasst,die erste Zweigstelle in Stuttgart zu gründen. Es war aber auch an der Zeit, den Stammsitz Würzburg zu erweitern. 1975 wurde das bestehende Gebäude der Hufbeschlagschule durch einen Anbau ergänzt, um der mittlerweile auf 50 Mitarbeiter angewachsenen Belegschaft einen effizienten Arbeitsplatz bieten zu können.
Die 90er Jahre
Die Öffnung der innerdeutschen Grenze war Voraussetzung für die Gründung einer Zweigstelle in Halle. Die Gründung einer weiteren Zweigstelle in Peine, Niedersachsen folgte im Jahr darauf.
Durch die Unterstützung des damaligen Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Verkehr konnte das SKZ im Jahr 1996 ein hochmodernes Weiterbildungszentrum eröffnen. Auf rund 2.000 Quadratmetern liegen seitdem Technika, Seminar- und Tagungsräume in engem Verbund und ermöglichen eine optimale Aus- und Weiterbildungsarbeit.
Mitte der 90er Jahre beschloss die damalige Institutsleitung, Managementzertifizierung anzubieten.
Der Schritt ins 21. Jahrhundert
Mit der Einweihung des Verarbeitungstechnikums im Jahr 2002 war die Basis für den umfassenden Aufbau einer anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung am SKZ geschaffen.
Im Jahr 2005 konnte das Kunststoff-Technologie-Zentrum in Betrieb genommen werden. Auf rund 10.000 Quadratmetern bestehen seitdem umfassende Möglichkeiten zur Prüfung, Überwachung und Zertifizierung von Kunststofferzeugnissen und auch für die Forschung und Entwicklung. Abgerundet wurden die umfangreichen Baumaßnahmen durch die Inbetriebnahme des Kompetenz-Zentrums Direktspritzgießen im Jahr 2009.
Um auch international Fachkräfte im Bereich der Kunststofftechnik ausbilden zu können, eröffnete das SKZ 2009 Trainingszentren in Teheran und Dubai. In Cheng De (China) wurde Anfang 2010 eine erste ausländische Tochtergesellschaft gegründet.